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KI: Google verbraucht mehr Wasser als jemals zuvor

Ein Experte macht dafür die gestiegene Rechenleistung unter anderem durch KI verantwortlich.
/ Werner Pluta
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Googles neuer Bay View Campus: positive Wasserbilanz (Bild: Peter DaSilva/Reuters)
Googles neuer Bay View Campus: positive Wasserbilanz Bild: Peter DaSilva/Reuters

Künstliche Intelligenz (KI) macht durstig: Unter anderem wegen der Fortschritte bei der KI verbraucht Google mehr Wasser als bisher.

Laut dem gerade veröffentlichten Umweltbericht 2023 (PDF)(öffnet im neuen Fenster) hat Google im vergangenen Jahr etwa 21 Millionen Kubikmeter Wasser verbraucht. Das meiste, knapp 20 Millionen Kubikmeter, wurde für die Kühlung der Rechenzentren genutzt. Insgesamt ist Googles Wasserbedarf 2022 um rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen (17,2 Millionen Kubikmeter).

Der immense Anstieg entspreche dem Zuwachs an Rechenkapazität von Google. Dieser wiederum sei größtenteils auf KI zurückzuführen, sagte Shaolei Ren, Informatiker an der University of California in Riverside, dem Wirtschafts-Onlinenachrichtendienst Business Insider(öffnet im neuen Fenster) .

Google brauchte auch mehr Strom

Analog zur Rechenleistung ist auch der Stromverbrauch angestiegen: 2022 brauchte Google knapp 22 Millionen Megawattstunden, etwa 3,5 Millionen Megawattstunden mehr als im Vorjahr. Seit 2018 hat sich der Stromverbrauch mehr als verdoppelt.

Google hat sich verpflichtet, bis zum Jahr 2030 mehr Wasser aufzufüllen, als das Unternehmen verbraucht, nämlich 120 Prozent. Davon ist es derzeit allerdings noch weit entfernt: Aktuell werden nicht einmal zehn Prozent des entnommenen Wassers aufgefüllt. Der Großteil des Wassers ist laut Google trinkbar.

Besser ist laut Google(öffnet im neuen Fenster) die Wasserbilanz des 2022 eröffneten Bay-View-Campus. Diese sei positiv.

Der Business Insider weist aber darauf hin, dass nicht nur Google große Mengen Wasser für seine Rechenzentren benötigt. Der Facebook-Konzern Meta verbrauchte im Jahr 2022 knapp 2,64 Millionen Kubikmeter. Davon entfielen laut dem Umweltbericht von Meta (PDF)(öffnet im neuen Fenster) 2,51 Millionen Kubikmeter auf die Kühlung der Rechenzentren. Der Anstieg war jedoch weniger dramatisch als bei Google: 2021 waren es knapp 2,57 Millionen Kubikmeter.


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