KI-Goldrausch: Berliner Start-up n8n sammelt 180 Millionen US-Dollar ein
Die deutsche Automatisierungsplattform n8n hat eine Finanzierungsrunde über 180 Millionen US-Dollar abgeschlossen(öffnet im neuen Fenster) . Die Bewertung des Unternehmens steigt damit auf 2,5 Milliarden US-Dollar, wie Bloomberg berichtet.(öffnet im neuen Fenster)
Die Venture-Capital-Firma Accel führte die Finanzierungsrunde an, an der sich außerdem die Investmentfirma von Nvidia, Nventures sowie Meritech, Redpoint, Evantic Capital und Visionaries Club beteiligten. Auch die Investmentsparte der Deutschen Telekom stieg ein. Die Bestandsinvestoren Sequoia Capital und Highland Europe beteiligten sich ebenfalls.
Die aktuelle Bewertung von n8n bedeutet einen deutlichen Sprung gegenüber der Bewertung von 350 Millionen US-Dollar im März – nur sieben Monate zuvor.
Wachsende Investitionen in KI-Automatisierungstools
Das Berliner Start-up ist im Markt für KI-Agenten aktiv(öffnet im neuen Fenster) – das sind Systeme, die eigenständig Aufgaben erledigen und dabei verschiedene Softwareanwendungen miteinander verknüpfen. Die Plattform von n8n ermöglicht es Unternehmen, wiederkehrende Aufgaben über eine visuelle Oberfläche zu automatisieren, die kaum Programmierkenntnisse erfordert.
Nutzer können eigene Workflows erstellen, die interne Datenbanken mit Tools wie Slack und Google Docs verbinden – per Drag-and-Drop.
CEO Jan Oberhauser erklärte, die Plattform habe Kunden wie Vodafone geholfen, Betriebskosten zu senken. Er berichtete von einem Umsatzwachstum um das Zehnfache im vergangenen Jahr, nannte jedoch keine konkreten Zahlen. Das Unternehmen plant, die neuen Mittel für die Einstellung von Entwicklern und die internationale Expansion einzusetzen.
Das Start-up wurde 2019 gegründet und hat sein Geschäft auf der Prämisse aufgebaut, dass viele Organisationen stark in KI investiert haben, ohne entsprechende Erträge zu sehen. Oberhauser ist überzeugt, dass die Plattform diese Lücke schließt, indem sie messbare Kosteneinsparungen durch Workflow-Automatisierung liefert.
N8n steht im Wettbewerb mit etablierten Anbietern wie dem US-amerikanischen Zapier und dem kanadischen Start-up Gumloop. OpenAI ist diese Woche mit AgentKit in den Markt eingestiegen, einer Funktion, die es Entwicklern ermöglicht, KI-Agenten zu erstellen und bereitzustellen. Oberhauser betonte, dass der Multi-Anbieter-Ansatz seines Unternehmens eine Flexibilität biete, die Single-Vendor-Lösungen fehle.
Risikokapital fließt in KI-Sektor
KI-Unternehmen haben in diesem Jahr Risikokapital in Höhe von 192,7 Milliarden US-Dollar angezogen – mehr als die Hälfte der globalen Venture-Investitionen, wie PitchBook-Daten zeigen. Die Kapitalkonzentration hat Fragen aufgeworfen, ob der Sektor eine Blase darstellt, da bislang nur begrenzte Rentabilität nachgewiesen wurde.
Accel-Partner Ben Fletcher, der den n8n-Deal leitete, sagte, OpenAIs Markteintritt könne dem Unternehmen zugutekommen, indem er die Gesamtakzeptanz agentenbasierter Tools steigere. Fletcher hatte bereits Anfang des Jahres die schwedische Coding-Plattform Lovable unterstützt.
Oberhauser betonte, dass die Technologie von n8n KI-Modelle mehrerer Anbieter integriere, darunter Google und Anthropic, anstatt Kunden an ein einzelnes Ökosystem zu binden.
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