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Die KI ist Dual Use

KI wird vom Militär schon seit den 1990er Jahren eingesetzt, etwa zur Freund-Feind-Erkennung – das ist allerdings KI der zweiten Generation. Das Team, aus dem 21strategies hervorgegangen ist, arbeitet seit den späten 1990er Jahren zusammen und kommt zum Teil aus den Entwicklungslaboren der Verteidigungsindustrie.

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Schon damals hätten sich Unternehmen für ihr KI-System interessiert, vor allem solche aus der Finanzbranche, erzählt Hofstetter. Nach der Jahrtausendwende sei es lukrativer gewesen, die Systeme für zivile Zwecke zu nutzen. Daran arbeitet das Unternehmen auch noch weiter.

In den folgenden Jahren habe es vereinzelt militärische Projekte gegeben, darunter die Ausstattung der Aufklärungsdrohne Euro Hawk. Durch die Erkenntnis, dass eine Reihe von Staaten an Militär-KI und autonomen Waffensystemen arbeiten, sowie den Einmarsch Russlands in die Ukraine ist das Thema hierzulande wieder interessant geworden.

Theoretisch gibt es auch die Möglichkeit, die KI-Systeme auf realen Waffensystemen zu installieren. Denkbar seien Sensornetzwerke, beispielsweise für die Luftraumüberwachung, sagt Hofstetter. "Das machen wir aber nicht. Das hat auch mit Haftung zu tun und mit Fragen der Zulassung. Das wird nicht so schnell gehen."

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