KI: Gesichtserkennung verhindert Anträge auf Arbeitslosengeld

Um Betrug beim Arbeitslosengeld vorzubeugen, setzen US-Staaten auf eine Gesichtserkennung. Das führt zu zahlreichen Problemen.

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Gesichtserkennung kann biometrische Bilder zur Verifikation verwenden.
Gesichtserkennung kann biometrische Bilder zur Verifikation verwenden. (Bild: Pixabay)

Eine offenbar fehlerhafte Gesichtserkennung des Dienstes ID.me hat in den USA dazu geführt, dass zahlreiche Personen ihr Arbeitslosengeld nicht erhalten konnten. Das berichtet das Magazin Motherboard unter Berufung auf Betroffene.

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Das System zur Gesichtserkennung wird eigentlich zur Verifikation der Antragsteller genutzt, um Betrug vorzubeugen. Laut dem Bericht setzt ID.me auf eine Kombination aus biometrischen Informationen und offiziellen Dokumenten, um die Identität der Antragsteller zu verifizieren.

Motherboard zufolge gibt es aber seit Monaten immer wieder Beschwerden, dass das System nicht korrekt funktioniere. Eine neue Welle an Beschwerden hat demnach ein Text des Magazins Axios ausgelöst, der vor Betrugsfällen beim Arbeitslosengeld warnt.

Diskriminierung durch KI

Ein großer Teil der Beschwerden bezieht sich darauf, dass die Gesichtserkennung die Personen nicht korrekt erkannt habe. Das ist ein bekanntes und oft wiederkehrendes Problem bei der Technologie. So gab und gibt es Fälle, in denen etwa Schwarze oder Frauen im Schnitt deutlich seltener korrekt erkannt werden.

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ID.me hat für diesen Fall wohl zwar eine Art Schiedsstelle eingerichtet, bei der dann auch echte Personen die Identität für die Antragstellung überprüfen sollen. Darauf muss aber dem Bericht zufolge oft Tage oder gar mehrere Wochen gewartet werden.

In einigen Fällen sollen dabei eigentlich legitime Anträge über Monate hinweg abgewiesen worden sein. Motherboard sammelt dabei zahlreiche Berichte von Lokalmeldungen aus mehreren verschiedenen US-Bundesstaaten.

ID.me widerspricht Darstellung

Der ID.me-Geschäftsführer Blake Hall widerspricht auch in dem Motherboard-Bericht selbst der Darstellung. Hall zufolge vergleicht der Dienst lediglich das Bild einer Webcam etwa mit dem Führerscheinfoto, was wenig fehleranfällig sein soll. Hall verspricht eine Effizienz von rund 99,9 Prozent. Eigenen Analysen zufolge führe auch etwa der Hauttyp nicht zu Unterschieden in der Erkennung.

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Darüber hinaus sei die Wartezeit bis zu einer persönlichen Identifikation bei einer fehlerhaften Verifikation sehr gering und betrage regelmäßig weniger als 30 Minuten. Hall weist außerdem darauf hin, dass das Unternehmen häufig Betrugsfälle verhindere.

Auf Twitter verweist Hall etwa auf Anmeldeversuche, bei denen Masken verwendet werden. Er bezeichnet den Bericht von Motherboard außerdem als Verleumdung.

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