KI: Gesichtserkennung verhindert Anträge auf Arbeitslosengeld

Um Betrug beim Arbeitslosengeld vorzubeugen, setzen US-Staaten auf eine Gesichtserkennung. Das führt zu zahlreichen Problemen.

Artikel veröffentlicht am ,
Gesichtserkennung kann biometrische Bilder zur Verifikation verwenden.
Gesichtserkennung kann biometrische Bilder zur Verifikation verwenden. (Bild: Pixabay)

Eine offenbar fehlerhafte Gesichtserkennung des Dienstes ID.me hat in den USA dazu geführt, dass zahlreiche Personen ihr Arbeitslosengeld nicht erhalten konnten. Das berichtet das Magazin Motherboard unter Berufung auf Betroffene.

Stellenmarkt
  1. Projektmanager (F&E) für Digitalisierung in der Pflege (m/w/d)
    Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg, Stuttgart
  2. Teamleiter (m/w/d) Software-Entwicklung im Bereich Verstellsysteme
    Leopold Kostal GmbH & Co. KG, Lüdenscheid
Detailsuche

Das System zur Gesichtserkennung wird eigentlich zur Verifikation der Antragsteller genutzt, um Betrug vorzubeugen. Laut dem Bericht setzt ID.me auf eine Kombination aus biometrischen Informationen und offiziellen Dokumenten, um die Identität der Antragsteller zu verifizieren.

Motherboard zufolge gibt es aber seit Monaten immer wieder Beschwerden, dass das System nicht korrekt funktioniere. Eine neue Welle an Beschwerden hat demnach ein Text des Magazins Axios ausgelöst, der vor Betrugsfällen beim Arbeitslosengeld warnt.

Diskriminierung durch KI

Ein großer Teil der Beschwerden bezieht sich darauf, dass die Gesichtserkennung die Personen nicht korrekt erkannt habe. Das ist ein bekanntes und oft wiederkehrendes Problem bei der Technologie. So gab und gibt es Fälle, in denen etwa Schwarze oder Frauen im Schnitt deutlich seltener korrekt erkannt werden.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

ID.me hat für diesen Fall wohl zwar eine Art Schiedsstelle eingerichtet, bei der dann auch echte Personen die Identität für die Antragstellung überprüfen sollen. Darauf muss aber dem Bericht zufolge oft Tage oder gar mehrere Wochen gewartet werden.

In einigen Fällen sollen dabei eigentlich legitime Anträge über Monate hinweg abgewiesen worden sein. Motherboard sammelt dabei zahlreiche Berichte von Lokalmeldungen aus mehreren verschiedenen US-Bundesstaaten.

ID.me widerspricht Darstellung

Der ID.me-Geschäftsführer Blake Hall widerspricht auch in dem Motherboard-Bericht selbst der Darstellung. Hall zufolge vergleicht der Dienst lediglich das Bild einer Webcam etwa mit dem Führerscheinfoto, was wenig fehleranfällig sein soll. Hall verspricht eine Effizienz von rund 99,9 Prozent. Eigenen Analysen zufolge führe auch etwa der Hauttyp nicht zu Unterschieden in der Erkennung.

Über 2 Millionen Angebote beim Amazon Prime Day

Darüber hinaus sei die Wartezeit bis zu einer persönlichen Identifikation bei einer fehlerhaften Verifikation sehr gering und betrage regelmäßig weniger als 30 Minuten. Hall weist außerdem darauf hin, dass das Unternehmen häufig Betrugsfälle verhindere.

Auf Twitter verweist Hall etwa auf Anmeldeversuche, bei denen Masken verwendet werden. Er bezeichnet den Bericht von Motherboard außerdem als Verleumdung.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Mobiles Betriebssystem
iOS 15 mit Focus, OCR und schickem Facetime

Apple hat iOS 15 für iPhones und den iPod Touch vorgestellt. Radikale Neuerungen sind nicht dabei, dafür aber einige interessante Funktionen.

Mobiles Betriebssystem: iOS 15 mit Focus, OCR und schickem Facetime
Artikel
  1. Windows 11: Geplante Obsoleszenz ist schlecht, Microsoft!
    Windows 11
    Geplante Obsoleszenz ist schlecht, Microsoft!

    Kunden ärgern sich darüber, dass ihre vier Jahre alten Prozessoren bereits kein Windows 11 mehr unterstützen. Zu Recht.
    Ein IMHO von Oliver Nickel

  2. Apple Watch: watchOS 8 mit Achtsamkeits-Funktion und Porträt-Zifferblatt
    Apple Watch
    watchOS 8 mit Achtsamkeits-Funktion und Porträt-Zifferblatt

    Apple hat für die Apple Watch mit watchOS 8 ein neues Betriebssystem vorgestellt, das neue Zugriffs-, Konnektivitäts- und Achtsamkeitsfunktionen auf die Smartwatch bringt.

  3. Diablo 2 Resurrected: Entwickler äußern sich zu Blizzard-Boykott
    Diablo 2 Resurrected
    Entwickler äußern sich zu Blizzard-Boykott

    Für viele Spieler wäre Diablo 2 Resurrected ein Pflichtkauf. Blizzard soll aber nicht unterstützt werden. Das sagen Entwickler zum Dilemma.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MM-Prospekt (u. a. Asus Gaming-Notebook 17" RTX 3050 1.099€) • PCGH-PC mit Ryzen 5 3600 & RTX 3060 999€ • Samsung 970 Evo Plus 1TB 99€ • Saturn Hits 2021 (u. a. Philips 55" OLED 120Hz 1.849€) • Corsair RGB 16GB Kit 3600MHz 87,90€ • Dualsense Schwarz + Deathloop 99,99€ [Werbung]
    •  /