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KI-Gender-Gap: Frauen im Jobmarkt durch KI stärker unter Druck

Frauen in Deutschland arbeiten häufiger in Berufen, die durch KI automatisierbar sind. Und sie nutzen die Technologie seltener als Männer, wie eine Analyse zeigt.
/ Andreas Donath
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Von den rund 35 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland sind 46 Prozent Frauen. (Bild: Pexels)
Von den rund 35 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland sind 46 Prozent Frauen. Bild: Pexels
Inhalt
  1. KI-Gender-Gap: Frauen im Jobmarkt durch KI stärker unter Druck
  2. 37 Prozent der Frauen im erwerbsfähigen Alter nutzen KI

Das KI-Transformationspotenzial liegt für Frauen im deutschen Arbeitsmarkt bei 51 Prozent, für Männer bei 42 Prozent. Das ergibt eine Auswertung, die Daten des Kiel-Instituts für Weltwirtschaft mit Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zusammenführt, wie das Handelsblatt berichtet(öffnet im neuen Fenster).

Von den rund 35 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland sind 46 Prozent Frauen. Sie verteilen sich auf dem Arbeitsmarkt anders als Männer. In Handwerksberufen überwiegen Männer mit einem Verhältnis von mehr als fünf zu eins. In der Pflege ist es umgekehrt, mit einem Verhältnis von vier zu eins zugunsten der Frauen. Diese Verteilung entscheidet mit darüber, wen der KI-Wandel wie stark trifft.

Schreibkräfte an der Spitze der Automatisierbarkeit

Das Kiel-Institut analysierte für verschiedene Berufe, wie gut KI die dort anfallenden Tätigkeiten übernehmen könnte. Das Ergebnis: Unter den Berufen, die zu mindestens 95 Prozent von Frauen ausgeübt werden, sind deutlich mehr mit hohem Automatisierungspotenzial vertreten(öffnet im neuen Fenster) als unter den entsprechenden Männerberufen. Schreib- und Diktierkräfte stehen dabei ganz oben; Tätigkeiten, die zu 96 Prozent von Frauen ausgeübt werden.

Arbeitsmarktexpertin Virginia Sondergeld von der Jobplattform Indeed warnte im Handelsblatt allerdings vor pauschalen Schlüssen. Weder reine Care-Berufe noch klassische Handwerksberufe gelten als besonders automatisierbar, sagte sie. Das größte Transformationspotenzial liege in gemischten Berufsfeldern wie Buchhaltung, Marketing oder Rechnungswesen, also dort, wo Frauen- und Männeranteile annähernd gleich sind.

Dass als KI-sicher geltende Berufe nicht automatisch attraktiv sind, betont Sondergeld ebenfalls. So sei der Bereich Pflege zwar schwer automatisierbar, aber schon jetzt von Fachkräftemangel geprägt. Eine KI-Unterstützung dort wäre eher eine Entlastung als eine Bedrohung.


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