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Gelegenheit zum Kauf?

Softwareunternehmen werden derzeit zu Kurs-Gewinn-Verhältnissen gehandelt, die zu den niedrigsten der vergangenen zehn Jahre gehören. Was vor einer Dekade als skalierbares Geschäftsmodell galt, wird im Zeitalter des KI-Hypes teilweise als Auslaufmodell betrachtet. Der Markt preist ein Worst-Case-Szenario ein, bei dem die Wertschöpfung zu KI-Anbietern und Hardware-Herstellern wandert.

Thierry Borgeat von der Schweizer Fondsgesellschaft Arvy äußerte sich verwundert über die Entwicklung(öffnet im neuen Fenster) . Es komme selten vor, dass Unternehmen mit starken Fundamentaldaten eine so schlechte Performance erzielen. Er könne sich nicht erinnern, so etwas jemals zuvor gesehen zu haben. Die Diskrepanz zwischen den operativen Kennzahlen und der Börsenbewertung sei bemerkenswert.

Die britische Großbank Barclays rechnet damit(öffnet im neuen Fenster) , dass sich 2026 etwas ändert: "Softwareaktien könnten 2026 endlich eine Atempause einlegen, da nach einem Jahr der Underperformance aufgrund von Bewertungsdruck und Skepsis gegenüber KI nun günstige Rahmenbedingungen herrschen." Morningstar identifizierte kürzlich neun unterbewertete Tech-Aktien(öffnet im neuen Fenster) , u. a. fünf Software-Titel, darunter Adobe, Salesforce, Servicenow, Tyler Technologies und Broadridge Financial Solutions.

Umbruchphase oder Überreaktion?

Die Frage bleibt, ob sich das Geschäftsmodell tatsächlich von "Per Seat" zu "Per Outcome" verschiebt. Eine Bezahlung nach Ergebnis statt nach Nutzer würde die gesamte Umsatzlogik der Branche verändern. Die Börse quittiert Unsicherheit mit fallenden Kurse.

Softwareunternehmen müssen beweisen, dass sie KI integrieren können, ohne ihr eigenes Geschäft zu kannibalisieren. Die aktuelle Phase könnte als Übergang in eine neue Ära betrachtet werden, in der sich zeigen wird, welche Softwareunternehmen sich anpassen können und welche zurückbleiben.


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