KI-Exportstopp: USA heben Beschränkungen für Claude Fable 5 auf
Anthropic hat am Dienstagabend über X mitgeteilt(öffnet im neuen Fenster), dass das US-Handelsministerium die Exportkontrollen für Claude Fable 5 und Mythos 5 aufgehoben habe. Die Wiederherstellung des Zugangs sollte am Mittwoch beginnen(öffnet im neuen Fenster), ein weiteres Update will das Unternehmen zeitnah nachreichen.
Handelsminister Howard Lutnick erklärte(öffnet im neuen Fenster), sein Ministerium habe in den vergangenen zwei Wochen eng mit Anthropic zusammengearbeitet, um Fable 5 zu prüfen und für eine Freigabe vorzubereiten. Auch das Weiße Haus äußerte sich positiv zur Zusammenarbeit zwischen Regierung und Unternehmen.
Von der Sperrung zur schrittweisen Freigabe
Ausgangspunkt war eine Anordnung vom 12. Juni 2026. Das Handelsministerium forderte Anthropic damals unter Berufung auf nationale Sicherheitsinteressen auf, den Zugang zu Fable 5 und Mythos 5 für ausländische Staatsangehörige zu sperren, innerhalb der USA sowie weltweit. Betroffen waren sogar eigene Mitarbeiter von Anthropic mit ausländischer Staatsangehörigkeit.
Hintergrund waren Berichte, wonach sich die Sicherheitsmechanismen von Fable 5 mit einem Jailbreak umgehen ließen. Amazon-Forscher sollen die Behörden auf mögliche Cyberrisiken hingewiesen haben. In der Folge waren beide Modelle für sämtliche Nutzer weltweit gesperrt, übrig blieben nur die älteren Modelle Opus 4.8, Sonnet 4.6 und Haiku 4.5.
Politik entscheidet über Verfügbarkeit von KI-Modellen
Am 26. Juni erlaubte Lutnick eine erste Teilfreigabe. Zunächst durften nur rund 100 ausgewählte US-Organisationen aus dem Bereich kritischer Infrastruktur Mythos 5 nutzen. Fable 5, die Version mit eingebauten Sicherheitsmaßnahmen, blieb zu diesem Zeitpunkt weiterhin komplett gesperrt. Erst mit der Entscheidung vom 30. Juni fällt nun auch diese letzte Hürde.
Unklar ist bislang, welche technischen oder organisatorischen Änderungen Anthropic vornahm, um die Bedenken des Handelsministeriums auszuräumen, insbesondere mit Blick auf den Zugriff durch ausländische Staatsangehörige. Auch Konkurrent OpenAI hatte kürzlich seine leistungsstärkste GPT-5.6-Variante Sol auf eine kleine Gruppe staatlich geprüfter Partner beschränkt.
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