KI: Europol warnt vor Deepfake-Nutzung durch Kriminelle

Kriminelle können Deepfakes auf vielfältige Art und Weise nutzen und die Behörden austricksen, meint Europol.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Deepfakes können auch von Kriminellen verwendet werden.
Deepfakes können auch von Kriminellen verwendet werden. (Bild: Geralt/Pixabay)

Die europäische Strafverfolgungsbehörde Europol hat vor der Nutzung der Deepfake-Technologie durch die organisierte Kriminalität gewarnt. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellte Videos und Bilder könnten von Kriminellen zu verschiedenen Zwecken genutzt und auch zur Behinderung der Arbeit von Polizei und Justiz eingesetzt werden, teilte Europol am 28. April 2022 in Den Haag mit.

Stellenmarkt
  1. SAP Basis Berater (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Raum Berlin
  2. (Senior) IT Consultant IT Vendor Management Application Development & Maintenance (m/w/d)
    ALDI International Services SE & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr
Detailsuche

Deepfakes könnten für Erpressungs- und Betrugsdelikte, Dokumentenfälschungen, Finanzmarktmanipulationen und Einflussnahme auf Firmen genutzt werden. Desinformationskampagnen und eine Beeinflussung der öffentlichen Meinung könnten über Deepfakes betrieben werden, bis hin zur Anstachelung zu politischen und gesellschaftlichen Unruhen.

Außerdem könnten versierte Banden die komplizierte Deepfake-Technologie anderen für kriminelle Vorhaben als Service anbieten. Die Justiz könne mit vermeintlichem Beweismaterial, das aus manipulierten Videos oder Bildern besteht, getäuscht werden.

Deepfakes sind mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) erstellte Videos, Bilder oder auch Audio-Dokumente, die authentisch wirken sollen, es aber nicht sind. Der KI-Einsatz sorgt dafür, dass die Stimme echt klingt und gesprochene Sprache und Mimik zueinander passen.

Viele kriminielle Anwendungsmöglichkeiten von Deepfakes

Golem Akademie
  1. Azure und AWS Cloudnutzung absichern: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    19./20.05.2022, virtuell
  2. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    23.-25.01.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Für einen Erpressungsversuch etwa könnten die Handelnden in einem Pornovideo mit dem Gesicht einer unbeteiligten Person versehen werden, teilte Europol mit. Über einen Bot auf Telegram wurde bereits die Generierung von Nacktfotos von Frauen gegen Geld angeboten.

Ein Fremder könne am Telefon mit der Technik wie der bekannte Firmenchef klingen und einen Mitarbeiter zu einer Überweisung veranlassen, schreibt Europol. Einen solchen CEO-Fraud-Fall, bei dem 220.000 Euro erbeutet wurden, soll es bereits gegeben haben. Die Arbeit im Homeoffice seit der Corona-Krise schaffe verstärkt Ansatzpunkte für den betrügerischen Einsatz von Deepfakes. Selbst Passbilder könnten derart manipuliert werden, dass bei einer Kontrolle nicht auffalle, dass das Gesicht einer anderen Person in das Foto des Passinhabers hineingearbeitet worden ist.

Der zunehmenden Entwicklung und Nutzung der Deepfake-Technologie müssten Polizeibehörden Prävention und automatisierte Programme zum Erkennen von Fälschungen entgegenstellen, riet Europol. Auch die Gesetzgebung müsse mit den technischen Entwicklungen Schritt halten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


DX12forWin311 30. Apr 2022 / Themenstart

Für Arbeitgeber stets ein deep Fake. ;)

dasbinich 30. Apr 2022 / Themenstart

Oder umgekehrt, bei jedem Skandalvideo erklärt man, dass es sich um Deepfakes handelt und...

sepp_augstein 29. Apr 2022 / Themenstart

"Beeinflussung der öffentlichen Meinung könnten über Deepfakes betrieben werden, bis hin...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Halbleiter & SMIC
Chip-Nachfrage für Smartphones und PC fällt "wie ein Stein"

Chinesische Kunden von SMIC haben volle Lager und ordern weniger Chips. Andere Halbleiter sollen den Einbruch auffangen.

Halbleiter & SMIC: Chip-Nachfrage für Smartphones und PC fällt wie ein Stein
Artikel
  1. Google: Russland will Youtube aus Selbstschutz nicht blockieren
    Google
    Russland will Youtube aus Selbstschutz nicht blockieren

    Die zahlreichen Drohungen der russischen Zensurbehörde zur Blockade von Youtube werden wohl nicht umgesetzt. Die Auswirkungen wären zu stark.

  2. Arclight Rumble: Wegen Warcraft Mobile sollte sich Blizzard selbst verklagen!
    Arclight Rumble
    Wegen Warcraft Mobile sollte sich Blizzard selbst verklagen!

    Golem.de hat es gespielt: Arclight Rumble entpuppt sich als gelungenes Mobile Game - aber wie ein echtes Warcraft fühlt es sich nicht an.
    Von Peter Steinlechner

  3. Biontech: Mainz kann 365-Euro-ÖPNV-Ticket dank Corona einführen
    Biontech
    Mainz kann 365-Euro-ÖPNV-Ticket dank Corona einführen

    In Mainz ist Biontech beheimatet, was die Steuereinnahmen explodieren lässt. Mit dem Geld wird nun ein 365-Euro-Jahresticket für Schüler und Azubis finanziert.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 jetzt bestellbar • Cyber Week: Bis zu 900€ Rabatt auf E-Bikes • MindStar (u. a. Intel Core i9 529€, MSI RTX 3060 Ti 609€) • Gigabyte Waterforce Mainboard günstig wie nie: 480,95€ • Razer Ornata V2 Gaming-Tastatur günstig wie nie: 54,99€ • AOC G3 Gaming-Monitor 34" 165 Hz günstig wie nie: 404€ [Werbung]
    •  /