KI-Einsatz extrem: Clickup feuert jeden Fünften und zahlt dem Rest Millionen
Das Start-up Clickup, mit rund vier Milliarden US-Dollar bewertet, hat sich von etwa einem Fünftel seiner Mitarbeiter getrennt. Evans verkündete die Entlassungen auf X(öffnet im neuen Fenster) und nannte das einen strategischen Umbau: Das Unternehmen betreibe bereits rund 3.000 interne KI-Agenten, was einem Verhältnis von drei Agenten pro Mitarbeiter entspreche. Die eingesparten Personalkosten sollen in Gehälter bis zu einer Million Dollar Jahresgehalt für die verbleibenden Mitarbeiter fließen.
Welche Rollen bleiben? – Entwickler, Systemmanager und Kundenkontakt
Evans skizziert drei Kategorien von Mitarbeitern, die er als unverzichtbar betrachtet. Erstens Entwickler und Produktmanager, die keine Zeile Code mehr selbst schreiben, sondern Agenten steuern und deren Ausgaben beurteilen. Zweitens sogenannte Systemmanager, also Mitarbeiter, die ihre eigenen Aufgaben automatisieren und dann die entstandenen Systeme betreiben. Drittens Kundendienstmitarbeiter, die nahezu ihre gesamte Zeit mit Kunden verbringen, während KI den Rest übernimmt. Die Abteilungen Produkt und Design, so Evans, wachsen dabei zunehmend zusammen.
Ein Muster zieht sich durch die gesamte Branche
Clickup ist kein Einzelfall. Mehr als 100.000 Stellen wurden 2026 bislang in rund 250 Technologieunternehmen gestrichen. Meta entließ 8.000 Mitarbeiter trotz Rekorderlösen, Oracle baut bis zu 30.000 Stellen ab, Gitlab spricht offen vom "agentischen Zeitalter". Das gemeinsame Muster: starke Finanzzahlen, schrumpfende Belegschaft, Umschichtung der Ersparnisse in KI-Infrastruktur. Evans formuliert das nur unverblümter als die meisten seiner Kollegen. Ob sein Modell hält, was er verspricht, entscheidet sich spätestens dann, wenn Clickup den geplanten Börsengang wagt.
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