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Eine KI allein hätte das nicht geschafft

Barve baut bewusst analog anmutende Bildfehler ein: Laufstreifen, Kratzer, als würde man eine alte Filmrolle sehen. Das ist der Wirkung zuträglich, verschleiert aber nur bedingt die Bildfehler. Auch wirkt der Film holprig, man merkt oft, wo die Bruchstellen sind, an denen Barve ein KI-animiertes Filmelement an das nächste fügt.

Was Rahi Anil Barve für die Umsetzung des Films zur Verfügung hatte: ein 60-seitiges Drehbuch von Zaai Gulmohar, die zwei Schauspieler Yaaneea Bhardwaj und Deepak Damle, selbst mit der Hand gezeichnete Storyboards, Adobe Photoshop, Adobe After Effects und generative KI. Aufnahmen der Schauspieler machte er mit seinem iPhone.

Machbar, aber nicht gut genug

Was ihn interessierte, war die Frage, ob ein Filmemacher allein einen Film erschaffen könnte. "Es brauchte letztlich Fantasie, ein paar Werkzeuge, Geduld und sture Passion", so Barve(öffnet im neuen Fenster). Er benötigte vier Monate für die Fertigstellung des Films und betont, dass KI-Werkzeuge halfen.

Sie allein hätten den Film aber nicht umsetzen können, sondern funktionierten nur, wenn man ein Skript habe, genau plane und menschliche Performances nutze. Das Skript wurde in Hinblick auf KI-Limitierungen geschrieben. Statt auf Dialoge setzt er auf Bilder, Atmosphäre und eine Erzählerstimme aus dem Off. Das Skript selbst wandelte der Macher in Storyboards um, die halfen, die visuelle Kontinuität des Projekts zu wahren und sich mit den Grenzen der KI zu arrangieren.

Einsames Arbeiten

Für Barve hat das Experiment nur gezeigt, dass ein Mensch (fast) allein einen Film machen kann, aber dass das Endergebnis nicht gut genug für die Masse ist. Und es ist ein isolierter, einsamer Prozess, wie Barve sagt: "Sich ausschließlich auf Prompts zu verlassen, bringt gar nichts. Viele Menschen missverstehen das, denn ein Film entsteht nicht dadurch, dass man einfach mit einer KI spricht."

Zuerst die Einstellung auf dem Papier ausgearbeitet, dann in Abschnitte zerlegt und danach das erste und das letzte Bild einer Szene erstellt, bevor die KI die Bewegung zwischen diesen beiden Bildern erzeugt habe. "Das bedeutet letztlich, dass die KI eigentlich nichts selbst erschafft. Sie ergänzt lediglich das, was zuvor bereits festgelegt wurde."


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