Kaum einer schaut den Film zu Ende
Es ist ermüdend, den Film 80 Minuten lang zu sehen. Vielleicht ist es die Erzählweise, vielleicht die für westliches Publikum unzugängliche Geschichte, vielleicht aber auch das Gefühl, etwas Unechtes zu sehen – auf jeden Fall verliert man das Interesse am Film.
Barve hat die Produktion, aber auch die Auswertung des Films auf seinem Facebook-Account begleitet. Der Film erzielte ungefähr 2,2 Millionen Impressionen und 280.000 Menschen-Klicks. Die Zuschauer hielten jedoch im Schnitt nur acht Minuten durch, obwohl der Film 80 Minuten lang ist. Fast die Hälfte der Klickenden stieg direkt zu Beginn aus.
Dafür hat Barve eine Erklärung(öffnet im neuen Fenster): "Die Bilder verändern sich permanent. Gesichter bleiben nicht konsistent. Bewegungen wirken leicht unnatürlich. Es gibt keinen einzigen Moment, in dem man sich völlig fallen lassen und einfach nur zuschauen kann. Die Zuschauer versuchen zwar, sich daran zu gewöhnen, aber nach einer Weile wird es schlicht anstrengend."
Mehr Experiment als Film
Barve überrascht daher eher, dass 12 bis 15 Prozent der Zuschauer den Film tatsächlich zu Ende schauen. Diese Gruppe sah über die Limitierungen der Technik hinweg, fühlte sich vielleicht von der Geschichte, der Atmosphäre oder dem Symbolismus angesprochen. Bei den Kommentaren zeigten sich zwei Gruppen. Die einen lehnten den Film als Fake, leb- und seelenlos ab, andere sehen darin eine Erfahrung.
Man betrachtet ihn weniger als einen echten Film, sondern viel mehr als Experiment. Dieses zeigt durchaus auch die Grenzen der Technik auf. Es gibt Momente, da verschwinden Bilddetails einfach so, etwa, als der Protagonist eine Brille mit gebrochenem Glas zu Boden legt und das Glas verschwindet.
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