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KI: Disney zeigt überzeugende Deep Fakes

Das Studio forscht an Gesichtsaustauschsoftware, um diese in eigenen Filmen anzuwenden. Die KI ist bereits besser als herkömmliches CGI.
/ Oliver Nickel
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Disney zeigt einen recht überzeugenden Gesichtstauschalgorithmus. (Bild: Disney/ETH Zürich)
Disney zeigt einen recht überzeugenden Gesichtstauschalgorithmus. Bild: Disney/ETH Zürich

Disney und die ETH Zürich zeigen in einer Videopräsentation(öffnet im neuen Fenster) , dass das Austauschen von Gesichtern in Videos nicht mehr allzu weit von einer Nutzung in Filmproduktionen entfernt sein könnte. Das Studio forscht selbst mit einem eigenen Team an einer Deep-Fakes-Methode(öffnet im neuen Fenster) , die Gesichter von Schauspielern auf die Gesichter anderer Schauspieler legt und mittels Nachbearbeitungseffekten miteinander verbindet. Die Arbeit hat das Forscherteam in einem wissenschaftlichen Dokument(öffnet im neuen Fenster) beschrieben.

Wie etwa auch Deep Fakes nutzt Disneys Generative Adversarial Network (GAN) Gesichtsmerkmale an verschiedenen Stellen, anhand derer Schlüsselpunkte für eine möglichst überzeugende Animation generiert werden können. Das Team integriert auch eine Funktion, die das Zittern und perspektivische Änderungen im aufgesetzten Gesicht verringert. Dadurch wirkt die Illusion gerade in Bewegtbildern realistischer, wie einige gezeigte Beispiele beweisen.

Höhere Auflösung für mehr Details

Außerdem verwendet Disney für das GAN hochauflösendes Quellmaterial, lokalisiert daraus die genannten Gesichtsfixpunkte und rechnet diese auf 1.024 x 1.024 Pixel herunter. Derzeit gelten 512 x 512 Pixel eher als Standard. Das verkleinerte Bild wird mit den zuvor gespeicherten Fixpunkten wieder hochskaliert. Der Unterschied ist in Gesichtsdetails und -merkmalen wie der Hautstruktur, Falten und Pigmenten sichtbar. Wichtig ist das besonders für Filmproduktionen, die oft in 4K oder noch höherer Auflösung ausgestrahlt werden. Um etwas realistischer zu wirken, werden zudem Lichtverhältnisse von der Quelldatei auf dem aufgesetzten Gesicht angewandt. Dadurch verschmilzt es besser mit dem darunterliegenden Material.

Disney zeigt Deep Fakes mit Schauspielern
Disney zeigt Deep Fakes mit Schauspielern (04:18)

Disneys Ansatz scheint bereits einige überzeugende Ergebnisse zu liefern. Das Unternehmen könnte die Deep-Fake-Technik künftig für eigene Produktionen einsetzen und etwa Material von Schauspielern auf das Gesicht der älteren gleichen Schauspieler legen, ohne zu viele Ressourcen in CGI-Effekte für das Entaltern von Personen zu stecken. Filme wie The Irishman(öffnet im neuen Fenster) haben zuletzt gezeigt, dass dies noch nicht komplett überzeugend aussieht. Auch das Erscheinen bereits verstorbener Schauspieler in Filmen wäre damit theoretisch möglich. Auch hier hatte Disney im Star-Wars-Film Episode 9: Der Aufstieg Skywalkers(öffnet im neuen Fenster) Carrie Fishers Gesicht computergeneriert.


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