KI: Disney zeigt überzeugende Deep Fakes

Das Studio forscht an Gesichtsaustauschsoftware, um diese in eigenen Filmen anzuwenden. Die KI ist bereits besser als herkömmliches CGI.

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Disney zeigt einen recht überzeugenden Gesichtstauschalgorithmus.
Disney zeigt einen recht überzeugenden Gesichtstauschalgorithmus. (Bild: Disney/ETH Zürich)

Disney und die ETH Zürich zeigen in einer Videopräsentation, dass das Austauschen von Gesichtern in Videos nicht mehr allzu weit von einer Nutzung in Filmproduktionen entfernt sein könnte. Das Studio forscht selbst mit einem eigenen Team an einer Deep-Fakes-Methode, die Gesichter von Schauspielern auf die Gesichter anderer Schauspieler legt und mittels Nachbearbeitungseffekten miteinander verbindet. Die Arbeit hat das Forscherteam in einem wissenschaftlichen Dokument beschrieben.

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Wie etwa auch Deep Fakes nutzt Disneys Generative Adversarial Network (GAN) Gesichtsmerkmale an verschiedenen Stellen, anhand derer Schlüsselpunkte für eine möglichst überzeugende Animation generiert werden können. Das Team integriert auch eine Funktion, die das Zittern und perspektivische Änderungen im aufgesetzten Gesicht verringert. Dadurch wirkt die Illusion gerade in Bewegtbildern realistischer, wie einige gezeigte Beispiele beweisen.

Höhere Auflösung für mehr Details

Außerdem verwendet Disney für das GAN hochauflösendes Quellmaterial, lokalisiert daraus die genannten Gesichtsfixpunkte und rechnet diese auf 1.024 x 1.024 Pixel herunter. Derzeit gelten 512 x 512 Pixel eher als Standard. Das verkleinerte Bild wird mit den zuvor gespeicherten Fixpunkten wieder hochskaliert. Der Unterschied ist in Gesichtsdetails und -merkmalen wie der Hautstruktur, Falten und Pigmenten sichtbar. Wichtig ist das besonders für Filmproduktionen, die oft in 4K oder noch höherer Auflösung ausgestrahlt werden. Um etwas realistischer zu wirken, werden zudem Lichtverhältnisse von der Quelldatei auf dem aufgesetzten Gesicht angewandt. Dadurch verschmilzt es besser mit dem darunterliegenden Material.

Disneys Ansatz scheint bereits einige überzeugende Ergebnisse zu liefern. Das Unternehmen könnte die Deep-Fake-Technik künftig für eigene Produktionen einsetzen und etwa Material von Schauspielern auf das Gesicht der älteren gleichen Schauspieler legen, ohne zu viele Ressourcen in CGI-Effekte für das Entaltern von Personen zu stecken. Filme wie The Irishman haben zuletzt gezeigt, dass dies noch nicht komplett überzeugend aussieht. Auch das Erscheinen bereits verstorbener Schauspieler in Filmen wäre damit theoretisch möglich. Auch hier hatte Disney im Star-Wars-Film Episode 9: Der Aufstieg Skywalkers Carrie Fishers Gesicht computergeneriert.

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quineloe 03. Jul 2020

Dann wird der Film aber mit Sean Connery oder Harrison Ford beworben.

Lukuko 02. Jul 2020

Spacey wurde nie verurteilt also ist er unschuldig. Er mag evtl. schwer sein mit ihm zu...

Lukuko 02. Jul 2020

Kannst evtl. auf ein Boris Johnson/ Trump deepfake hoffen, Haare macht der net da wird...

Lukuko 02. Jul 2020

Bei den funktioniert der Algorythmus ja. Fehlt hat etwas Kontrast bei schwarzen. Am Ende...



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