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KI-Chips und China: Nvidia-CEO fliegt nach Peking

Jensen Huang ist für ein Treffen mit chinesischen Nvidia -Kunden nach China geflogen. Die US-Regierung leitet derweil eine Untersuchung ein.
/ Mike Faust
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Nvidia verzeichnete im Jahr 2024 einen Umsatz von 17 Milliarden US-Dollar auf dem chinesischen Markt. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)
Nvidia verzeichnete im Jahr 2024 einen Umsatz von 17 Milliarden US-Dollar auf dem chinesischen Markt. Bild: Justin Sullivan/Getty Images

Die US-Regierung will untersuchen, ob Nvidia wissentlich von Sanktionen betroffene Chips an Deepseek verkaufte. Wie die New York Times berichtet(öffnet im neuen Fenster) , eröffnete ein Komitee des US-Kongresses, das sich mit nationalen Sicherheitsbedrohungen aus China befasst, eine entsprechende Untersuchung.

John Rizzo, ein Sprecher von Nvidia, sagte, man habe die Anweisungen der US-Regierung, welche Produkte verkauft werden dürften, buchstabengetreu befolgt. Er wies zudem darauf hin, dass Nvidia Arbeitsplätze in den USA schaffe, deren technologische Führungsrolle fördere, Steuereinnahmen in Milliardenhöhe generiere und massiv zum Abbau des US-Handelsdefizits beitrage.

Der Untersuchungsausschuss vermutet, dass Deepseek und andere chinesische KI-Firmen die Beschränkungen für den Kauf von KI-Chips über Zwischenhändler in Singapur umgangen haben könnten. Er forderte Nvidia deshalb dazu auf, Angaben zu allen Kunden aus elf asiatischen Ländern zu machen, die seit dem Jahr 2020 mehr als 500 KI-Chips gekauft hätten.

Nvidia-Chef Jensen Huang fliegt nach Beijing

Neben der Untersuchung und der Einführung neuer Lizenzauflagen für den Export von Nvidias H20-Grafikkarten wird auch darüber nachgedacht, US-Amerikanern den Zugang zu Deepseek zu verwehren, heißt es weiter. Die US-Regierung befürchte außerdem, dass China die USA im Bereich der künstlichen Intelligenz überholen könnte.

Wie die Financial Times erfuhr(öffnet im neuen Fenster) , ist Jensen Huang, CEO von Nvidia, am 17. April 2025 nach China geflogen, um sich dort mit Kunden von Nvidia zu treffen, unter denen sich auch der Deepseek-Gründer Liang Wenfeng befand. Mit diesen soll er sich über zukünftige Chipdesigns für den chinesischen Markt ausgetauscht haben.

Im Anschluss habe er separate Gespräche mit dem stellvertretenden chinesischen Ministerpräsidenten He Lifeng geführt, worauf ein Auftritt im chinesischen Staatsfernsehen CCTV folgte. Bei diesem betonte er, dass China für Nvidia ein sehr wichtiger Markt sei, und äußerte die Hoffnung, auch weiterhin mit dem Land zusammenarbeiten zu können. Nvidia verzeichnete im Jahr 2024 einen Umsatz von 17 Milliarden US-Dollar auf dem chinesischen Markt.

Mit der Veröffentlichung seines R1-Modells löste Deepseek im Januar 2025 einen Schock aus , da es mit vergleichsweise wenigen Mitteln eine höhere Leistung erzielte als andere große Sprachmodelle (LLMs).


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