KI: Chinas Deepseek wird mit 74 Milliarden US-Dollar bewertet
Das chinesische KI-Start-up Deepseek plant eine neue Finanzierungsrunde mit einer Bewertung von rund 500 Milliarden Yuan (74 Milliarden US-Dollar). Das berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Hintergrund ist ein möglicher Börsengang in China.
Deepseek zeigte sich OpenAI bei der Effizienz und dem Preis-Leistungs-Verhältnis zuvor ebenbürtig oder sogar überlegen, was zu starken Einbrüchen bei der Bewertung von KI-Konzernen aus den USA führte.
Bloomberg berichtete zuvor, dass Deepseek einen Börsengang vorbereite, während laut Financial Times eine neue Finanzierungsrunde mit einer Bewertung von mindestens 480 Milliarden Yuan (71 Milliarden US-Dollar) erwägt wird.
Für die aktuelle Modellgeneration Deepseek V4, mit rund einer Billion Parametern, kooperierten die Entwickler monatelang eng mit Huawei, wie Golem aus informierten Kreisen erfahren hatte. Das Modell wurde speziell auf Huaweis neuem Prozessor, dem Ascend 950PR und der Ascend-910-Reihe, optimiert.
Das in Hangzhou ansässige Unternehmen Deepseek, das mit seinen kostengünstigen KI-Modellen im Jahr 2025 weltweit Aufmerksamkeit erregte, hatte im Juni rund 7,4 Milliarden US-Dollar und eine Bewertung von rund 450 Milliarden Yuan (66,5 Milliarden US-Dollar) erhalten.
Deepseek: Kurz aufeinanderfolgende Finanzierungsrunden
Die beiden kurz aufeinanderfolgenden Finanzierungsrunden unterstreichen das starke Interesse der Investoren. Deepseek plant laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Person, in der neuen Finanzierungsrunde bis zu 50 Milliarden Yuan zu erhalten, berichtet das Wall Street Journal.
Das Unternehmen erwägt außerdem einen möglichen Börsengang am Shanghaier Star Market, dem Pendant zum Nasdaq, das teilten weitere Quellen mit Kenntnis der Pläne dem Wall Street Journal mit. Das Unternehmen habe sich intern zum Ziel gesetzt, den Börsengang noch in diesem Jahr zu starten, sagte eine der Quellen.
Kurz nach der ersten Finanzierungsrunde im Juni kündigte DeepSeek an, die Beschäftigtenzahl in allen Abteilungen zu verdoppeln, unter anderem in den Bereichen Rechenzentren und KI-Agenten.
- Anzeige Hier geht es zu Künstliche Intelligenz: Wissensverarbeitung bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.