KI-Bundesverband: Deutschland soll mehr für KI-Forschung tun

Deutschland und Europa hängen in der KI-Forschung hinter China und den USA her. Der KI-Bundesverband fordert mehr Engagement und mehr Ausbildung für die neue Technologie. Dazu gehört Forschungsförderung, aber auch Datenkunde im Schulunterricht.

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KI (Symbolbild): Ein Ethikrat für KI soll sich mit den Auswirkungen auf die Gesellschaft befassen.
KI (Symbolbild): Ein Ethikrat für KI soll sich mit den Auswirkungen auf die Gesellschaft befassen. (Bild: Pixabay.com)

Wenig Daten, wenig Verständnis, wenig Forschung: Deutschland verliert bei der künstlichen Intelligenz den Anschluss. Das befürchtet zumindest der Bundesverband für künstliche Intelligenz (KI-Bundesverband). Er hat ein Positionspapier veröffentlicht, in dem Maßnahmen zur Förderung dieser Zukunftstechnologie gefordert werden.

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Neun Forderungen stellt der Interessenverband in seinem Maßnahmenkatalog, der "eine konstruktive Basis für umfassende Gespräche mit Politik und Wirtschaft darstellen soll." Die neun Punkte wiederum gliedern sich in drei Bereiche Bildung und Forschung, Wirtschaft und Infrastruktur sowie Arbeit und Gesellschaft und Recht.

Konkret fordert der Verband etwa die Förderung von KI-Forschung. Dazu gehören beispielsweise die Bereitstellung von Fördermitteln für Forschung und Ausbildung oder die Einrichtung von Datenpools, die bei der Ausbildung und der Forschung genutzt werden dürfen. Um das Interesse an dieser und anderen digitalen Techniken zu wecken, will der Verband Datenkunde als Pflichtfach ab der 3. Klasse einführen.

KI-Startups sollen Risikokapital bekommen

Gefördert werden sollen nicht nur Forschung und Ausbildung, sondern auch Startups und kleine Unternehmen, die sich mit KI beschäftigen. Das Geld soll vom Staat, der Europäischen Union sowie von Risikokapitalunternehmen kommen. Außerdem soll eine Zusammenarbeit von etablierten Großunternehmen mit den Startups gezielt gefördert werden. Schließlich soll ein europäisches Programm für besonders ambitionierte Projekte eingerichtet werden.

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Um gesellschaftliche Akzeptanz und Rechtssicherheit dreht sich der dritte Themenkomplex. So sollen die Bürger durch Aufklärungskampagnen über Nutzen und Risiken von KI sowie über "die heutige allgegenwärtige Verwendung der Nutzerdaten" aufgeklärt werden. Ein neu zu schaffender Ethikrat für KI soll sich mit den Auswirkungen auf die Gesellschaft befassen. Schließlich soll ein Rechtsrahmen geschaffen werden, der die internationale Wettbewerbsfähigkeit nicht einschränken dürfe.

Der KI-Bundesverband wurde im März dieses Jahres gegründet. Er versteht sich als Interessenvertretung vor allem von Startups. Er hat einen politischen Beirat, in dem CDU, SPD, FDP, die Grünen sowie die Linke vertreten sind. Derzeit hat der Verband rund 50 Mitglieder.

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