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KI-Boom trifft Speichermarkt: Starke Preissteigerungen für Speicher erwartet

Nicht nur der Bedarf an Prozessoren steigt durch KI erheblich, auch für Speicher und Speichermedien wird ein anhaltender Engpass erwartet.
/ Mike Faust
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Auch Speichermodule werden in großen Mengen für KI-Rechenzentren benötigt. (Bild: Pixabay / cliffsmith23)
Auch Speichermodule werden in großen Mengen für KI-Rechenzentren benötigt. Bild: Pixabay / cliffsmith23

Die Preise für DRAM zwischen Großkunden und Herstellern sind im dritten Quartal 2025 um 172,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Wie Techspot unter Berufung auf Daten von Trendforce berichtet(öffnet im neuen Fenster) , soll sich Trend bis ins nächste Jahr fortsetzen.

Der erhebliche Anstieg sei auf die wachsende Nachfrage nach KI-Servern zurückzuführen, heißt es weiter. Dem Bericht nach sollen die Vorräte an DDR5-RAM-Chips einiger südkoreanischer Hersteller so stark erschöpft sein, dass diese Neubestellungen bis zum Ende des Monats November 2025 ausgesetzt haben.

Während die Preise für Enterprise-SSDs im Serverbereich um 15 bis 25 Prozent steigen, sind RDIMM-Speicher um 40 bis 50 Prozent teurer geworden. Auch die Verbraucherpreise für DDR4- und DDR5-Speichermodule sind um 10 bis 20 Prozent gestiegen. Dieselbe Entwicklung zeigt sich bei den Preisen von Corsair und Crucial.

Speicherknappheit bis ins Jahr 2026

Der Preisanstieg begann bei DDR4-Speicher zwischen Juli und September 2025, DDR5-Speicher werden seit Oktober teurer. Obwohl DDR5 die neuere und schnellere Technologie darstellt, stiegen die Preise für DDR4 schneller. Das lag laut Techspot daran, dass viele Hersteller derzeit von DDR4 auf DDR5 umstellen , was in Verbindung mit dem KI-Boom zu einer Knappheit beider RAM-Generationen führte.

SK Hynix bestätigte bereits, dass es seinen gesamten Bestand an DRAM-, NAND- und HBM-Speichern bis ins nächste Jahr bereits verkauft habe. Die Lieferungen seien so knapp geworden, dass Clouddienstleister überhöhte Preise für Lieferungen zahlten, die nur zu 70 Prozent erfüllt werden konnten.

Der Hersteller Ada rechnet ebenfalls nicht mit einer baldigen Verbesserung der Lage und warnt auch davor, dass die Engpässe bis ins Jahr 2026 anhalten werden. Unternehmen wie OpenAI, AWS und Microsoft sind aufgrund des KI-Booms zu den Hauptabnehmern von Speichern und Speichermedien geworden, um damit ihre Rechenzentren zu bestücken.


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