KI-Blase: Vollauslastung der Fertigung begrenzt weltweite IT-Ausgaben

Die weltweiten IT-Ausgaben werden laut der aktuellen Prognose von Gartner(öffnet im neuen Fenster) im Jahr 2026 voraussichtlich 6,15 Billionen US-Dollar betragen. Dies entspricht einem Anstieg von nur 10,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im anhaltenden KI-Boom werde das Wachstum von den vorhandenen Produktionskapazitäten begrenzt, sagte John-David Lovelock, Vice President Analyst bei Gartner, Golem auf Anfrage. Es wurden allein in den vergangenen zehn Monaten KI-Rechenzentrumsinvestitionen in Höhe von etwa 800 Milliarden bis 1,2 Billionen US-Dollar angekündigt.
Die Gesamtausgaben für KI-optimierte Server und die "KI-Fabric" , die zur Unterstützung dieser Rechenzentren erforderlich seien, wären in der Prognose enthalten. "Derzeit sind die Halbleiter- und Servermärkte voll ausgelastet – alles, was gebaut wird, wird verkauft und alles, was geschaffen werden kann, wird geschaffen. Bis die Lagerbestände wieder ein normales Niveau erreicht haben, was in den nächsten zwei Jahren nicht zu erwarten ist, werden die Ausgaben durch die Produktionskapazität begrenzt" , erklärte Lovelock.
Die Harvard-Professorin und Ökonomin Gita Gopinath hatte zuvor erneut vor den Folgen einer platzenden KI-Blase gewarnt und gefragt, wie die investierenden Unternehmen dieses Geld jemals zurückverdienen könnten. Lovelock sagte dazu: "Die Anbieter, die derzeit KI-Rechenzentren bauen, haben nicht das gleiche Geschäftsmodell. Der Umsatz von Amazon basierend auf seinen KI-Rechenzentren wird hauptsächlich aus seinem KI-optimierten IaaS-Angebot stammen. Die Einnahmen von Google stammen aus den angebotenen Produkten und Dienstleistungen, die durch Gemini unterstützt oder verbessert werden."
Gartner: Geschäftsmodelle der KI-Betreiber verschieden
Es handle sich hier nicht um einen einfachen Markt, der für alle Unternehmen gleich funktioniere. "Es ist außerdem zu beachten, dass einige dieser Rechenzentren nicht zur Generierung neuer Einnahmequellen, sondern zur Sicherung bestehender Produkte und Umsatzströme errichtet werden" , betonte Lovelock weiter.
"Das Wachstum der KI-Infrastruktur hält trotz anhaltender Bedenken hinsichtlich einer möglichen KI-Blase unvermindert an. Die Ausgaben für KI-bezogene Hardware und Software steigen weiter deutlich" , sagte Lovelock zu der aktuellen Analyse. "Insbesondere die anhaltend hohe Nachfrage von Hyperscale-Cloud-Anbietern treibt die Investitionen in Server voran, die speziell für KI-Workloads optimiert sind."
Die Serverausgaben dürften sich im Jahr 2026 weiter beschleunigen und gegenüber dem Vorjahr um 36,9 Prozent zulegen. Insgesamt werden die Ausgaben für Rechenzentren voraussichtlich um 31,7 Prozent steigen und im Jahr 2026 die Marke von 650 Milliarden US-Dollar überschreiten, nach knapp 500 Milliarden US-Dollar im Vorjahr.
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