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KI-Blase: Google plant tausendfache Rechenleistung bis 2030

Einem internen Bericht zufolge sollen die Kapazitäten bei Google alle sechs Monate verdoppelt werden. Helfen könnte ein eigener Chip.
/ Mario Petzold
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Google-CEO Sundar Pichai auf der Google I/O 2025 (Bild: Getty Images/Camille Cohen)
Google-CEO Sundar Pichai auf der Google I/O 2025 Bild: Getty Images/Camille Cohen

Einem Bericht von CNBC(öffnet im neuen Fenster) zufolge plant Google eine schnelle Erweiterung seiner KI-Infrastruktur. In den kommenden vier bis fünf Jahren soll sich die Rechenleistung alle sechs Monate verdoppeln. Am Ende des vorgesehenen Zeitraums hätte sie sich demnach um das Tausendfache erhöht.

Gleichzeitig soll dieses Wachstum ohne höhere Kosten und vor allem ohne eine Steigerung des Energiebedarfs erfolgen. Ein verbessertes Zusammenspiel der Systeme von Google soll das möglich machen.

Engpässe bei Hardware

Diesen Wachstumsplänen, die bei OpenAI, Microsoft und anderen Konkurrenten kaum anders aussehen dürften, steht eine begrenzte Verfügbarkeit von Chips entgegen. So sind laut Nvidia(öffnet im neuen Fenster) sämtliche Chips bereits ausverkauft.

Gleichzeitig stellte Google Anfang November die siebte Generation seiner eigenen TPU(öffnet im neuen Fenster) , die speziell für die Beschleunigung von maschinellem Lernen ausgelegt ist. Die Effizienz soll sich seit der ersten Generation aus dem Jahr 2018 um das 30‑Fache erhöht haben.

Lösung liegt nicht in bloßem Wachstum

Bis die derzeitigen Engpässe bei der Rechenkapazität von Google behoben seien, blieben verschiedene Funktionen in der Gemini-App nur eingeschränkt nutzbar. Das bestätigt Sundar Pichai, CEO von Google, laut dem Bericht von CNBC in internen Besprechungen.

Gelöst werden sollen die Probleme nicht nur durch Investitionen, sondern durch eine bessere Ausnutzung vorhandener Systeme und vor allem durch die Verwendung der eigenen Hardware. Auch zu den Gefahren einer möglichen KI-Blase äußerte sich Pichai mit Blick auf die geplanten Kapazitätssteigerungen. Durch das angestrebte Vorgehen stünde man in einem solchen Fall besser da als andere Unternehmen.


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