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KI-Beschleuniger: OpenAI nutzt neben Azure nun auch Google Cloud

OpenAI hat überraschend einen Vertrag mit Google Cloud geschlossen. Der Deal mit Microsoft Azure ist nicht exklusiv.
/ Achim Sawall
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Google TPUs der siebten Generation (Ironwood) (Bild: Google)
Google TPUs der siebten Generation (Ironwood) Bild: Google

OpenAI hat einen Vertrag zur Nutzung der Google Cloud geschlossen, um seinen wachsenden Bedarf an Rechenkapazität zu decken. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf drei Quellen. Die Vereinbarung, die seit einigen Monaten diskutiert wurde, sei bereits im Mai geschlossen worden. Bisher nutzt OpenAI ausschließlich Rechenleistung des US-Konzerns Microsoft; ein Großteil der Investition von Microsoft in OpenAI von rund 14 Milliarden US-Dollar erfolge in Form von Cloudcomputing-Guthaben.

Google Cloud werde zusätzliche Rechenkapazität für OpenAIs bestehende Infrastruktur für das Training und den Betrieb der KI-Modelle bereitstellen. Zugleich sei KI die erste große Bedrohung für Googles Suchmaschinenmonopol. Googles Deepmind-KI konkurriert bei der Entwicklung von KI-Modellen und Anwendungen direkt mit OpenAI.

OpenAIs Bedarf an der Google Cloud zeigt, wie erfolgreich das Unternehmen seine eigenen Tensor Processing Units (TPUs) nutzt, um sein Cloudgeschäft auszubauen. Diese Chips zur Beschleunigung von KI-Aufgaben sind ähnlich den GPUs von Nvidia. Google gewann bereits Apple und Anthropic als Kunden.

Google ist nicht von Nvidia abhängig

Google stellte zuletzt seinen bisher leistungsfähigsten KI-Beschleuniger Ironwood vor . Die TPU ist die siebte Generation und ist stärker als zuvor auf Inferenz optimiert, also das Ausführen von KI-Modellen.

Zugleich errichtet OpenAI mit Partnern das Stargate-Projekt mit einem geplanten Investitionsvolumen von mindestens 500 Milliarden US-Dollar über vier Jahre. Es wird neben den Hauptakteuren OpenAI und Softbank von Oracle und MGX, einem Staatsfonds aus Abu Dhabi, finanziert. Bis zu 20 Rechenzentren sollen für Stargate gebaut werden. Oracle wird in einem Rechenzentrum in Abilene, Texas, rund 40 Milliarden US-Dollar in Hardware von Nvidia investieren, dort entsteht das erste Rechenzentrum des Stargate-Projekts.


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