KI-Beschleuniger: Broadcom liefert Schlüsseltechnologie für Google TPUs
Der stetig wachsenden KI-Hype sorgt auch für immer mehr Nachfrage bei der Beschleuniger-Hardware, was Nutzer wie Hersteller unter Kostendruck bringt. Das gilt wohl auch für Google und dessen Tensor Processing Units (TPUs), die der Hersteller, anders als bisher angenommen, doch nicht vollständig allein erstellt, sondern mithilfe von Broadcom als Zulieferer. Diese Abhängigkeit will Google nun möglicherweise beenden, wie The Information unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet(öffnet im neuen Fenster) .
Demnach sollen Verantwortliche bei Google zahlreiche Diskussionen darüber geführt haben, ob und wie das Unternehmen schon ab 2027 auf Broadcom als Zulieferer für die TPUs verzichten könnte. Ziel sei es, das Chip-Design mit allen notwendigen Komponenten tatsächlich intern durchführen zu können, heißt es. Das wiederum könnte Google Milliarden US-Dollar pro Jahr sparen. Erstmals öffentlich vorgestellt hatte Google seine TPUs im Jahr 2016 , inzwischen läuft die vierte Generation der ASICs(öffnet im neuen Fenster) in den Rechenzentren von Google. Die schwierigste Aufgabe bei der Nutzung ist die Verbindung der einzelnen Recheneinheiten zu größeren Clustern im Rechenzentrum.
Zu den von Google in den TPU genutzten Broadcom-Techniken sollen vor allem Serdes-Chips (Serialisierer/Deserialisierer) gehören, was letztlich der Kommunikation der TPUs untereinander dient. Darüber hinaus soll Broadcom die Ideen und Designs der Google-Entwickler so aufarbeiten, dass diese bei TSMC gefertigt werden können. Wegen der hohen Preise, die Broadcom dafür aufruft, sei Google auch mit Konkurrent Marvell im Gespräch, heißt es. Auch Marvell preist seine Serdes- und Interconnect-Chips insbesondere für KI-Anwendungen an(öffnet im neuen Fenster) .
Auf Nachfrage des Magazins The Register versucht Google die von The Information beschriebene Situation jedoch zu beschwichtigen. Das Unternehmen betont dabei die Vorteile der Zusammenarbeit mit Broadcom, bezeichnet diese als wichtigen Partner und sagt, dass nichts an der Zusammenarbeit geändert werde.
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