KI-Avatare: Deepfakes von Verstorbenen sind der Renner in China
In China boomt die Nachfrage nach KI-generierten Avataren verstorbener Angehöriger. Zahlreiche Unternehmen bieten diese Dienste an, und eine beträchtliche Zahl von Kunden hat sich bereits für diese Technologie entschieden, wie MIT Technology Review berichtet(öffnet im neuen Fenster) .
Das Phänomen hat seine Wurzeln in einer seit langem bestehenden kulturellen Praxis in China, bei der die Menschen traditionell Trost darin finden, mit ihren verstorbenen Vorfahren zu kommunizieren und sich ihnen anzuvertrauen.
Kunden benötigen Fotos und Ton- beziehungsweise Videoaufnahmen der Verstorbenen, um einen Avatar erstellen zu lassen, mit dem sie einfache Gespräche führen können.
Deepfakes: Die Kluft zwischen Lebenden und Toten überbrücken
Der Markt für diese KI-Avatare wächst dem Bericht nach in China rasant, und mindestens ein halbes Dutzend Unternehmen bieten solche Dienste an. Tausende von Menschen sollen bereits für die Möglichkeit gezahlt haben, ihre Angehörigen digital wiederauferstehen zu lassen.
Einige Experten bezweifeln jedoch, dass die Interaktion mit KI-Nachbildungen von Verstorbenen ein gesunder Weg zur Trauerbewältigung ist. Auch die rechtlichen und ethischen Auswirkungen dieser Technologie sind nicht ganz klar, und viele Menschen empfinden die Vorstellung immer noch als unangenehm, heißt es in dem Bericht. Trotz dieser Bedenken steigt die Nachfrage nach digitalen Avataren in China weiter an.
Der Einsatz von KI-Avataren zur Trauerbewältigung ist eine moderne Variante einer langjährigen chinesischen Kulturtradition der Kommunikation mit den Toten. Unternehmen wie Super Brain bieten KI-Fotorahmen an, die interaktive Avatare verstorbener Angehöriger zeigen, ähnlich wie bei traditionellen Porträts.
Auch wenn die Technologie ihre Grenzen hat, wie etwa die Unfähigkeit, Nischendialekte nachzubilden und die Herausforderung, realistische 3D-Modelle zu erstellen, wird sie immer besser.
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