Zum Hauptinhalt Zur Navigation

KI-Assistent: Google meldet stark gestiegene Nutzerzahl bei Gemini

Im Kartellverfahren hat Google Nutzerzahlen von Gemini veröffentlicht – diese sind verglichen mit 2024 merklich gestiegen, erreichen aber noch nicht ChatGPT .
/ Tobias Költzsch
8 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Gemini hat in den vergangenen Monaten Nutzer gewonnen. (Bild: Michael M. Santiago/Getty Images)
Gemini hat in den vergangenen Monaten Nutzer gewonnen. Bild: Michael M. Santiago/Getty Images

Googles KI-Assistent Gemini hat eigenen Angaben zufolge 350 Millionen monatliche Nutzer. Der tägliche Traffic bei Gemini soll sich auf 35 Millionen Nutzer belaufen. Das berichtet Ars Technica(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Zahlen, die Googles ehemalige Gemini-Chefin Sissie Hsiao während des aktuell laufenden Kartellverfahrens bekanntgab.

Die Zahlen stellen eine deutliche Steigerung gegenüber dem letzten Jahr dar. Ende 2024 verwendeten nur 9 Millionen Menschen Gemini täglich. Die aktuellen Zahlen sind allerdings immer noch niedriger als die von ChatGPT – wie Google im Verfahren mitteilte. Hsiao zufolge hat OpenAIs ChatGPT 600 Millionen aktive monatliche Nutzer.

Google baute in den vergangenen Monaten die Nutzung von Gemini in seinen Produkten stark aus. Der Sprachassistent hat auf vielen Smartphones mittlerweile auch den bisherigen Google Assistant abgelöst. Auf Samsung-Smartphones kommt Gemini vorinstalliert, was ebenfalls zur Ausweitung der Nutzerschaft beigetragen haben dürfte.

Google stellte in den vergangenen Monaten neue Modelle vor, unter anderem Gemini 2.0 und 2.5 sowie 2.0 Flash. Außerdem bekam Google die Konversationsfunktion Gemini Live um eine Bilderkennung sowie eine Screen-Sharing-Funktion, die mittlerweile von allen Nutzern verwendet werden kann. So lässt sich Gemini besser multimodal verwenden.

Im Verfahren, in dem Google die Nutzerzahlen bekanntgab, geht es darum, inwieweit Google zerschlagen werden könnte. Ein Richter hatte im August 2024 festgestellt, dass Google eine Monopolstellung bei den Websuchen hat; bis August 2025 muss ein Gericht nun entscheiden, was auf diese Entscheidung folgt.

Das US-Justizministerium schlug bereits im November 2024 vor, dass Google seinen Chrome-Browser verkaufen müsse. OpenAI gab bei der aktuellen Anhörung bekannt , dass das Unternehmen am Kauf interessiert sei.


Relevante Themen