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KI: Apple plant kompletten Siri-Neustart

Apple soll auf der WWDC am 8. Juni den umfangreichsten Umbau Siris seit dem Launch des Assistenten vor fast 15 Jahren vorstellen.
/ Andreas Donath
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Apple scheint bei seiner Siri-Strategie umzuschwenken. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)
Apple scheint bei seiner Siri-Strategie umzuschwenken. Bild: Sean Gallup/Getty Images

Apple will den bisherigen Sprachassistenten Siri zur WWDC 2026 komplett überarbeiten. Bloomberg zufolge(öffnet im neuen Fenster) soll die neue Siri in iOS dauerhaft in der Dynamic Island von iOS vorhanden sein. Nutzer können den Assistenten wie gewohnt per Sprachbefehl oder Knopfdruck aktivieren.

Neu ist ein zweiter Weg: Wischt man vom oberen Bildschirmrand nach unten, öffnet sich eine "Suchen oder Fragen"-Oberfläche zum Tippen oder Sprechen. Von dort lassen sich Apps starten, Nachrichten senden, das Wetter abrufen, per KI-Suche im Web recherchieren und Kalendereinträge anlegen.

Die Ergebnisse erscheinen als Karten aus der Dynamic Island. Wischt man weiter, landet man in einer Chatbot-ähnlichen Unterhaltung innerhalb einer eigenständigen Siri-App, die Apple laut Bloomberg erstmals einführen will.

Integrationen mit Google Gemini und Anthropic Claude

Diese App soll ähnlich aussehen und funktionieren wie ChatGPT, Gemini oder Claude. Sie umfasst einen Gesprächsverlauf, einen Sprachmodus, ein Textfeld und eine Möglichkeit, Dokumente und Fotos anzuhängen. Intern testet Apple laut Bericht außerdem Integrationen mit Google Gemini und Anthropic Claude, zusätzlich zur bestehenden Partnerschaft mit OpenAI.

Das neue Modell soll auf Googles Gemini-Technologie basieren und bereits 2024 angekündigte Funktionen mitbringen, darunter die Analyse von Bildschirminhalten sowie den Zugriff auf persönliche Daten wie E-Mails, Notizen und Kalender.

Kamera-App mit Siri-Modus und neue KI-Werkzeuge für die Fotos-App

In der Kamera-App soll Siri als eigener Aufnahmemodus erscheinen, direkt neben Foto und Porträt. Nutzer könnten damit Objekte fotografieren und sie von einem KI-Dienst analysieren oder per Google-Rückwärtsbildsuche durchsuchen lassen. Das ersetzt Bloomberg zufolge die bisherige Visual Intelligence.

Die Fotos-App bekommt zwei neue KI-Werkzeuge: Reframe passt die Perspektive eines Bildes an, Extend generiert fehlende Bildteile, etwa ein abgeschnittenes Gebäude. Google und andere Anbieter bieten vergleichbare Funktionen seit längerem.

Darüber hinaus plant Apple eine systemweite Grammatikprüfung, KI-generierte Wallpaper sowie eine überarbeitete Shortcuts-App, mit der Nutzer Automatisierungen in einfacher Sprache beschreiben können, ohne sie Schritt für Schritt zusammenzubauen. Auch eine Sprachsteuerung für die Fotobearbeitung werde intern getestet, könnte aber erst in einer späteren Version erscheinen.

Der Siri-Umbau dürfte ein zentrales Element des iPhone-18-Pro-Starts im Herbst werden.


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