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KI: Anthropic will 50 Milliarden US-Dollar investieren

Anthropic liegt bei seinen Businessplänen vor OpenAI . Eine neue gigantische Investition soll den Vorsprung sichern.
/ Achim Sawall
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Googles Cloud TPU v4 (Bild: Google)
Googles Cloud TPU v4 Bild: Google

Anthropic will 50 Milliarden US-Dollar in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur in den USA investieren. Das gab das Unternehmen am 12. November 2025 bekannt.(öffnet im neuen Fenster) Anthropic errichtet gemeinsam mit dem britischen Betreiber Fluidstack Rechenzentren in Texas und New York und plant den Bau weiterer Standorte.

Terawulf, ein Betreiber von Mining- und Rechenzentrumsanlagen, gab bekannt, dass seine Standorte genutzt werden, um "diese KI-Expansion der nächsten Generation zu unterstützen" .

"Wir kommen einer KI immer näher, die wissenschaftliche Entdeckungen beschleunigen und komplexe Probleme auf bisher ungeahnte Weise lösen kann" , sagte Dario Amodei, Chief Executive Officer und Mitgründer von Anthropic.

Das in San Francisco ansässige Unternehmen entwickelt die Claude-Modellfamilie, die in verschiedene Leistungsklassen unterteilt ist. So bietet Claude 4 Sonnet Codegenerierung mittlerer Komplexität. Claude 4.5 Haiku bietet Kundenservice-Bots, Content-Moderation und einfache Interaktionen. Claude 4 Opus soll fortgeschrittene Datenanalyse, Programmierung und langfristige Agent-Aufgaben bewältigen können.

Amazon, Google und SAP sind Geldgeber

Das Unternehmen wird von Amazon und Google mitfinanziert. Weitere Geldgeber sind SAP oder Blackrock. Anthropic verwendet Googles spezialisierte Tensor Processing Units (TPUs). Bei Amazon Web Services (AWS) sind es vermutlich hauptsächlich Nvidia-GPUs in großen Clustern. Vergangene Woche kündigte Anthropic die Eröffnung neuer Büros in Paris und München an. Zuvor hatte es bereits in Tokio, Seoul, Bengaluru, London, Dublin und Zürich Niederlassungen eröffnet.

Laut Informationen für Investoren, die dem Wall Street Journal vorliegen(öffnet im neuen Fenster) , wird Anthropic die Profitabilität vor dem wichtigsten US-Konkurrenten OpenAI erreichen. In seinen Prognosen geht das Unternehmen davon aus, bereits 2027 einen positiven Cashflow zu erzielen. OpenAI rechnet erst ab 2030 damit.

OpenAI erwartet in diesem Jahr einen Anstieg der operativen Verluste auf rund 74 Milliarden US-Dollar – etwa drei Viertel des Umsatzes – aufgrund stark wachsender Ausgaben für Rechenleistung. Der ChatGPT-Entwickler geht außerdem davon aus, bis 2030 etwa 14-mal so viel Kapital wie Anthropic verbrauchen zu müssen, um Gewinne zu erzielen.


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