KI-Aktionsplan: Regierung will 1,6 Milliarden Euro in KI stecken
In dieser Legislaturperiode sollen mehr als 1,6 Milliarden Euro in die KI-Forschung fließen. Das sagte Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) bei der Vorstellung des KI-Aktionsplans der Bundesregierung(öffnet im neuen Fenster) (PDF).
KI sei mehr als ChatGPT und Co: Es sei eine Schlüsseltechnologie, die riesige Chancen für unser Land biete, sagte die FDP-Politikerin(öffnet im neuen Fenster) (PDF). Der Aktionsplan sei das Update ihres Ministeriums für die nationale KI-Strategie.
Ausbau von Infrastruktur und Rechnerkapazitäten
Zu den Kernzielen gehören der Ausbau der Infrastruktur und Rechnerkapazitäten für KI-Systeme. Laut Stark-Watzinger muss insbesondere der Zugang zu Trainingsdaten verbessert werden. Davon sollen auch kleinere Unternehmen und Start-ups profitieren.
Zudem soll die Forschungsbasis in Deutschland durch gezielte Förderung ausgebaut werden. Bei der Zahl wissenschaftlicher Publikationen gehöre Deutschland bereits zur Weltspitze, sagte die Ministerin. Weitere Investitionen in diesem Bereich seien daher essenziell für die Weiterentwicklung.
Für 2024 sind allein 500 Millionen Euro für die KI-Forschung vorgesehen. Langfristiges Ziel sei es, die Technologie aus Laboren in konkrete Anwendungen zu überführen. Stark-Watzinger wies darauf hin, dass bislang nur 15 Prozent der Unternehmen KI einsetzten.
KI-Transfer in Bildung und Wirtschaft
Große Chancen sieht die Ministerin im Bildungsbereich. KI könne die individuelle Förderung unterstützen und Lehrkräfte entlasten. Geplant ist eine engere Vernetzung der KI-Kompetenzzentren mit Einrichtungen für digitales Lernen. Zudem soll die Bildungsforschung zu KI-Anwendungen ausgebaut werden.
Das Bundesforschungsministerium (BMBF) will Deutschland als weltweites Zentrum für KI-Forschung etablieren. Mit der Bereitstellung von Fördermitteln und der Schaffung von Anreizen für die Wissenschaft soll die Basis für Innovationen geschaffen werden. Das Ministerium unterstützt Projekte, die sich mit grundlegenden KI-Technologien, deren Anwendbarkeit und ethischen Implikationen befassen.
Ein zentrales Ziel des BMBF ist es auch, einen gesellschaftlichen Konsens über die Nutzung von KI zu erreichen. Durch Bildungsinitiativen und öffentliche Diskussionsforen soll das Bewusstsein für die Chancen und Herausforderungen von KI geschärft werden. Das BMBF fördert Programme, die Lehrkräfte im Bereich KI weiterbilden und Schüler sowie Studenten auf die digitale Zukunft vorbereiten.
Das Ministerium will ferner die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft stärken. Mittelstand und Start-ups sollen durch die Einrichtung von Kompetenzzentren und Innovationsclustern unterstützt werden, um den Transfer von KI-Wissen in die Praxis zu erleichtern. Das BMBF setzt sich für eine Regulierung ein, die Innovationen fördert und gleichzeitig ethische Standards wahrt.
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