KI-Agenten: Perplexity Computer startet als Openclaw-Alternative
Das KI-Suchunternehmen Perplexity hat mit Perplexity Computer(öffnet im neuen Fenster) einen General-Purpose-Agenten vorgestellt, der komplexe digitale Arbeitsabläufe autonom organisieren und ausführen soll. Das System agiert laut Anbieter wie ein digitaler Mitarbeiter, der herkömmliche Benutzeroberflächen bedient und Workflows über Zeiträume von Stunden oder sogar Monaten hinweg aufrechterhält. Die Anwendung ist ab sofort über die Weboberfläche(öffnet im neuen Fenster) von Perplexity erreichbar, eine Integration in die mobile App fehlt vorerst.
Orchestrierung von 19 verschiedenen Modellen
Der technologische Kern von Perplexity Computer basiert laut eigenen Angaben auf der Kombination von insgesamt 19 verschiedenen Sprach- und Medienmodellen sowohl aus dem Open-Source-Bereich als auch von proprietären Anbietern. Dabei übernimmt das Modell Opus 4.6 die zentrale Orchestrierung sowie Programmieraufgaben. Für die Tiefenrecherche greift das System auf Googles Gemini-Modelle zurück, während die Bild- und Videogenerierung über Nano Banana respektive Veo 3.1 erfolgt. Für schnelle, weniger rechenintensive Aufgaben wird xAIs Grok genutzt, während ChatGPT 5.2 für Aufgaben mit großem Kontextfenster und weitreichende Suchvorgänge zuständig ist.
Das System arbeitet in einer abgesicherten Sandbox-Umgebung. Nutzer geben lediglich das gewünschte Endergebnis vor; der Agent unterteilt die Aufgabe eigenständig in Teilprojekte und koordiniert verschiedene Sub-Agenten, die simultan an der Umsetzung arbeiten. Perplexity gibt an, das Tool seit Januar 2026 intern als Experiment einzusetzen. Dabei wurden laut Unternehmen Engineering-Dokumentationen erstellt und umfangreiche Datentabellen mit 4.000 Zeilen über Nacht generiert – Aufgaben, die manuell eine Arbeitswoche in Anspruch genommen hätten.
Preise und Token-Abrechnung
Der Zugang ist zunächst auf Abonnenten des Perplexity-Max-Tarifs beschränkt, der monatlich 200 US-Dollar kostet. In den kommenden Wochen will das Unternehmen die Verfügbarkeit auf Pro-Nutzer (20 US-Dollar/Monat) und Enterprise-Kunden ausweiten. Da autonome Agenten durch die ständige Kommunikation zwischen Sub-Systemen hohe Rechenlasten erzeugen, führt Perplexity erstmals eine verbrauchsbasierte Token-Abrechnung für Endkunden ein.
Max-Nutzer erhalten monatlich ein Kontingent von 10.000 Token, wobei zum Start ein Bonus von zusätzlichen 20.000 Token gewährt wird. Das System integriert zudem persönlichen Kontext, lokale Dateien und Web-Zugriff, um Dashboards, Webseiten oder Visualisierungen direkt im Browser zu erstellen. Damit tritt Perplexity in Konkurrenz zu Lösungen wie dem viralen Open-Source-Tool Openclaw oder Manus AI.
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