KI-Agenten: OpenAI kann künftig Visa-Karten benutzen
Der Kreditkartenanbieter Visa und das KI-Unternehmen OpenAI haben eine Zusammenarbeit bekanntgegeben(öffnet im neuen Fenster). OpenAI kann künftig im Rahmen agentischer KI den Zahlungsdienst von Visa verwenden. Damit sollen KI-Agenten von OpenAI für Nutzer einkaufen und Produkte tatsächlich bezahlen.
Die Idee ist, dass Nutzer die KI etwa damit beauftragen, ein bestimmtes Produkt in einem gewissen Preisrahmen zu kaufen. Unbekannt ist, wie viel Provision Händler für eine derartige Transaktion zahlen müssen. ChatGPT hatte in der Vergangenheit bereits eine agentische Zahlungsfunktion: Instant Checkout.
Instant Checkout wurde allerdings im März 2026 eingestellt, auch wegen der hohen Gebühren für Händler, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete(öffnet im neuen Fenster). Händler mussten 4 Prozent der Umsätze als Gebühr zahlen.
KI-Shopping-Agenten werden laut Visa in Zukunft zunehmen
"Da KI-Agenten sich zu aktiven Teilnehmern an der Wirtschaft entwickeln, ist es Visas Bestreben, sichere und nahtlose Transaktionen zu gewährleisten", erklärt Visas Chief Product and Strategy Officer, Jack Forestell. Agenten werden seiner Meinung nach in der Zukunft eine größere Rolle bei Onlineeinkäufen spielen.
Durch ein Regelwerk sollen die Transaktionen in geregelten Bahnen ablaufen und Missbrauch verhindert werden. Dazu zählen Ausgabelimits und die Notwendigkeit von Genehmigungen. Ob das bedeutet, dass der Kaufvorgang am Ende noch genehmigt werden muss, ist unklar.
Wie AP berichtet, will Visa Fehlkäufe nach den gleichen Regeln zu lösen versuchen wie bisher. Dabei soll etwa die Frage im Raum stehen, ob der Konsument das Produkt tatsächlich kaufen wollte.
Der Golem-Blick
Agenten sind seit einiger Zeit bei KI-Unternehmen sehr angesagt. Bereits in der Vergangenheit gab es Versuche, Onlineshopping mit KI anzureichern. In der Regel müssen Nutzer den Kauf am Ende aber immer noch genehmigen. Das könnte bei der integrierten Lösung von Visa und OpenAI nun entfallen.
Die Frage ist, wie stark die Nachfrage nach einer derartigen Funktion ist. Ob Konsumenten einer KI einfach die Aufgabe stellen wollen, etwa den besten Kopfhörer für maximal 150 Euro zu kaufen, ohne selbst das Produkt auszusuchen, wird sich zeigen müssen. Entscheidend wird zudem sein, wie hoch die Provision für Händler sein wird.
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