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KI-Agent: Facebook-Mutter Meta kauft chinesisches KI-Start-up Manus

Manus machte mit seinem KI -Agenten einigen Wirbel. Für zwei Milliarden US-Dollar wird der nun Teil des Angebots von Meta .
/ Johannes Hiltscher
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Meta-Logo am Sitz des Unternehmens (Bild: Nokia621, Wikimedia Commons)
Meta-Logo am Sitz des Unternehmens Bild: Nokia621, Wikimedia Commons / CC-BY-SA 4.0

Meta kauft erneut im KI-Segment zu: Wie das Unternehmen schreibt(öffnet im neuen Fenster) , kauft es das ursprünglich aus der Volksrepublik China stammende Start-up Manus. Das hatte im März 2025 mit einem KI-Agenten Aufsehen erregt, der komplexe Recherchen erledigen, Planungen übernehmen und Entscheidungen unterstützen können soll.

Manus selbst schreibt in einem Blog-Beitrag(öffnet im neuen Fenster) , man werde auch im Kontext von Meta unabhängig weiter arbeiten. Für Kunden und Mitarbeiter soll sich zumindest außerhalb der Volksrepublik nichts ändern – Gründer Xiao Hong wird lediglich künftig an Meta-COO Javier Olivan berichten. Der Agent soll weiter über die eigene Plattform angeboten werden, Meta will ihn allerdings auch ins eigene Angebot integrieren. So soll dieser mehr Nutzer finden, Meta will seine Einsatzbereiche deutlich erweitern.

Meta investiert damit weiter in sein KI-Angebot, nachdem der Konzern im Laufe des Jahres 2025 bereits renommierte Forscher etwa von OpenAI abgeworben hatte .

Manus macht bereits im ersten Jahr beachtlichen Umsatz

Das Wall Street Journal berichtet(öffnet im neuen Fenster) , dass Meta im Rahmen einer Finanzierungsrunde zugeschlagen habe. Meta zahlt dem Bericht zufolge die zwei Milliarden US-Dollar, mit denen das Start-up hier bewertet wurde. Acht Monate nach seiner Gründung soll Manus einen Jahresumsatz von über 100 Millionen US-Dollar ausweisen.

Entwickelt wurde Manus ursprünglich von dem Unternehmen Butterfly Effect in Peking und Wuhan. Seinen Sitz hat Manus mittlerweile in Singapur – auch andere chinesische Unternehmen aus dem KI-Bereich nutzen das Land(öffnet im neuen Fenster) , um Zugriff auf moderne Nvidia-Hardware zu bekommen. Für Manus war der Schritt aus der Volksrepublik heraus zudem erforderlich, da das Start-up eine Reihe von KI-Modellen nutzt, die in China teils nicht verfügbar sind.

Die Verbindungen ins Heimatland wird Manus nach der Übernahme laut einem Bericht der Wirtschaftszeitung Nikkei Asia(öffnet im neuen Fenster) kappen: Wirtschaftliche Aktivitäten sollen eingestellt, Verbindungen zu chinesischen Investoren beendet werden. Einen Großteil seiner Angestellten in der Volksrepublik soll Manus bereits beim Umzug nach Singapur, dessen Bevölkerung größtenteils chinesischstämmig ist, entlassen haben. Auch eine chinesische Version seines Agenten wird Manus nicht entwickeln.


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