KI: Adobe-Apps direkt in ChatGPT nutzen

In ChatGPT stehen jetzt drei Adobe-Anwendungen direkt zur Verfügung. Die Integration von Photoshop, Acrobat und Adobe Express ermöglicht es Nutzern, Dateien hochzuladen und per Textbefehl zu bearbeiten. Die Funktionen sind für ChatGPT-Nutzer kostenlos verfügbar(öffnet im neuen Fenster) .
Die Bedienung erfolgt über einfache Kommandos: " Adobe Photoshop, mach den Hintergrund unscharf " genügt, um eine Bearbeitungssitzung zu starten. Das System merkt sich den Kontext und erkennt automatisch, welches Tool gemeint ist – eine erneute Nennung der App-Namen ist nicht nötig.
Je nach Aufgabe präsentieren die Apps unterschiedliche Bearbeitungsoptionen. Manche Funktionen liefern mehrere Ergebnisse zur Auswahl, andere bieten Schieberegler für manuelle Anpassungen. In vielen Fällen erklärt die KI auch detailliert, wie man das Ergebnis in der jeweiligen App manuell erzielen könnte.
Photoshop: Bildbearbeitung per Sprachbefehl
Die Photoshop-Integration ermöglicht selektive Bildkorrekturen, Freistellungen, kreative Effekte und die Anpassung von Helligkeit, Kontrast und Belichtung. Die aufwändigeren Funktionen wie Generative Fill und sonstige Füllfunktionen sowie Maskierungen und Ebenen fehlen noch.
Acrobat: PDF-Workflows im Chat
Mit Acrobat in ChatGPT lassen sich PDFs bearbeiten, komprimieren und konvertieren. Die App extrahiert Text und Tabellen aus Dokumenten und fügt mehrere Dateien zu einem PDF zusammen.
Adobe Express: Designs erstellen und anpassen
Adobe Express verarbeitet Poster, Einladungen und Social-Media-Grafiken direkt im Chat. Nutzer können Texte ändern, Bilder austauschen, Farben anpassen und Animationen hinzufügen. Alle Projekte lassen sich für detailliertere Arbeiten in die nativen Adobe-Apps übertragen.
Verfügbarkeit und Konkurrenz
Der globale Start erfolgte am 10. Dezember auf Desktop, Web und iOS. Android-Nutzer haben Zugriff auf Adobe Express. Photoshop und Acrobat folgten später, teilte Adobe mit.
Googles Gemini AI bietet seit Mai Bildbearbeitungsfunktionen und konkurriert damit im Bereich KI-gestützter Kreativtools. Adobe sieht konversationelle KI-Schnittstellen als Teil seiner Strategie, Kreativsoftware auch ohne Spezialwissen nutzbar zu machen.



