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KI-Abomodell: Anthropic erlaubt wieder Openclaw-Anwendungen

Mit der Einführung einer neuen Preisstruktur erlaubt Anthropic wieder den Einsatz von agentischen KI-Anwendungen wie Openclaw.
/ Mike Faust
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Mann mit Hummermütze, dem Symbol von Openclaw, in der Unternehmenszentrale in Baidu im März 2026 (Bild: ADEK BERRY / AFP via Getty Images)
Mann mit Hummermütze, dem Symbol von Openclaw, in der Unternehmenszentrale in Baidu im März 2026 Bild: ADEK BERRY / AFP via Getty Images

Anthropic hat eine neue Abrechnungsstruktur eingeführt, mit der es zahlenden Kunden wieder möglich ist, externe KI-Agenten wie Openclaw zu betreiben. Wie es in einem Beitrag des KI-Unternehmens auf dem Kurznachrichtendienst X(öffnet im neuen Fenster) heißt, gibt es nun zwei Kategorien von Abozugängen, wobei die neue Kategorie den Zugriff über feste monatliche Guthaben reglementiert.

Zuvor hatte Anthropic im April 2026 die Nutzung von Abonnements für externe KI-Agenten untersagt, da die hohe Token-Nutzung zu Kapazitäts- und Finanzierungsproblemen geführt hatte. Die neue Regelung sieht vor, dass Nutzer je nach Abostufe ein festes monatliches Guthaben erhalten. Dieses verfällt am Monatsende und kann nicht in den nächsten Monat übertragen werden.

Dabei trennt Anthropic seine Abokunden: nach jenen, die eine interaktive Nutzung anstreben und zum Beispiel mit Claude chatten oder von diesem Code generieren lassen möchten, und solchen, die programmatische Aufgaben mit Drittanbieter-Tools, unter anderem Openclaw und Github Actions, durchführen wollen.

Anthropic will eigene Rechenkapazitäten besser verwalten

Neben der finanziellen Belastung, die durch das vorherige Pauschalmodell entstanden sei, gibt Anthropic auch die mangelnde Effizienz von Drittanbieter-Tools als Grund für die Änderung des Preismodells an. Diese seien häufig nicht auf eine hohe Prompt-Cache-Trefferquote optimiert, was dazu führe, dass Daten ineffizient immer wieder neu verarbeitet werden müssten.

Die dadurch entstandene hohe Datenmenge habe zudem die Stabilität der Systeme für die gesamte Nutzerbasis bedroht. Trotz massiver Investitionen in Hardware soll die Nachfrage nach agentenbasierten Anwendungen das verfügbare Angebot an Rechenleistung überstiegen haben.

Durch die Umstellung auf ein verbrauchsorientiertes Abrechnungsmodell möchte Anthropic die physischen Grenzen seiner Rechenkapazitäten besser verwalten und gleichzeitig Entwicklern einen kontrollierteren Bereich zum Experimentieren geben.


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