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Khan Academy: Interaktives Programmieren-Lernen für Schüler

Die vom Hedgefonds-Analysten Salman Khan gegründete gemeinnützige Lehr- und Lernplattform Khan Academy hat eine interaktive Informatik-Lernplattform entwickelt, mit deren Hilfe Kinder spielerisch die Grundlagen des Programmierens lernen sollen.

Artikel veröffentlicht am ,
Selbstbestimmtes Lernen mit Beispielen statt nur mit Vorträgen
Selbstbestimmtes Lernen mit Beispielen statt nur mit Vorträgen (Bild: Khan Academy)

Salman Khan will mit seiner Khan Academy die Art, wie Schüler lernen und wie Lehrer ihnen dabei helfen, revolutionieren. Angefangen hat Khan mit einfachen Lehrvideos, später kamen begleitende Übungsaufgaben hinzu, die Schüler selbstständig lösen können, bis sie die entsprechenden Konzepte verstanden haben. Das System zeigt Lehrern, welche Schüler mit welchen Themen Probleme haben, so dass sie gezielt Hilfestellung geben können. Das Konzept kehrt das klassische System aus Schule und Hausaufgaben um. Was bisher in der Schule stattfand, wird nun mit Videos abgewickelt, während Üben nicht mehr zu Hause, sondern in der Schule stattfindet, wo Lehrer für Fragen zur Verfügung stehen. Sämtliche Lehrmaterialien und Übungen stehen kostenlos bereit.

Komplexe Plattform macht das Programmieren-Lernen einfach

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Nun startet die Khan Academy eine neue Lernplattform für Informatik, auf der Kinder selbstständig auf kreative Art und Weise die Grundlagen des Programmierens lernen sollen. Geleitet wurde das Projekt von jQuery-Gründer John Resig.

Statt Vorträgen über theoretische Konzepte wie Variablen und Schleife können Kinder in dieser interaktiver Lernumgebung ohne Programmiererfahrung an zum Teil recht komplexen Beispielen ausprobieren, wie sich einzelne Befehle und Einstellungen auswirken. Sie sollen spielerisch ergründen, wie die Beispiele funktionieren und so nach und nach die Konzepte lernen. Alle Beispiele sind dokumentiert, so dass sich zu den einzelnen Befehlen weitere Beispiele nachschlagen lassen.

Auch wenn die Kinder die Beispiele selbstständig für sich entdecken können, gibt es ergänzende Tutorials, die, versehen mit einem Audiokommentar, in der gleichen Programmierumgebung ablaufen. Sie sollen helfen, die komplexeren Themen zu verstehen, wobei die Schüler die Tutorials anhalten und den Code direkt selbst verändern können.

Derzeit gibt es beispielsweise Tutorials, die eine Einführung ins Zeichnen von Formen, Animationen, das Lesen der Dokumentation, die Verwendung mathematischer Ausdrücke, Variablen und Bedingungen bieten.

Dabei wird eine zweigeteilte Programmierumgebung verwendet: Links gibt es ein Fenster, in dem Code eingegeben wird, rechts ist die Ausgabe zu sehen. Wird der Code verändert, wirkt sich dies automatisch und sofort auf die Ausgabe aus. Fehler werden abgefangen und mit recht sinnvollen Hinweisen versehen. So weist das System beispielsweise auf ein fehlendes Semikolon hin und zeigt sogar, wo dieses vergessen wurde oder dass bei einem Funktionsaufruf ein Parameter fehlt. Auch typische Tippfehler werden erkannt und mit einem entsprechenden Hinweis versehen.

Die verfügbaren Inhalte sind derzeit noch recht übersichtlich, denn zunächst wurde viel Zeit in die Entwicklung der Plattform investiert. Weitere Inhalte sollen demnächst hinzugefügt werden, damit jeder die Plattform nutzen kann, um eigene Lerninhalte zu erstellen.

Programmiert wird in Javascript

Programmiert wird dabei in Javascript. Der verwendete Editor basiert auf Ace, die Grafiken werden mit Processing.js erzeugt. Der eingegebene Code wird in Echtzeit ausgeführt und dabei nicht einfach noch einmal gestartet, sondern dynamisch in die Runtime eingefügt. So können Variablen, Farben und Funktionen geändert werden, ohne dass das Programm jemals neu gestartet werden muss.

Letztendlich soll mit der Plattform vor allem eines erreicht werden: Menschen für das Programmieren zu begeistern. Gibt man ihnen dann noch die richtigen Lernressourcen an die Hand, werde sich der Erfolg schon einstellen, so John Resig. Zudem soll die Plattform weiter ausgebaut werden, um komplexere Projekte zu ermöglichen, die dann auch Zugriff auf Storage und Netzwerk haben.

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Der Andere 16. Aug 2012

Das ist ja auch die Zielgruppe :-)

Eckstein 16. Aug 2012

Wie sagte mein Professor damals: "Bevor die erste Zeile Code programmiert wird sind 80...

Martin95 15. Aug 2012

Ich habe Adblock Plus installiert.

spYro 15. Aug 2012

nanana, das "blinde ändern von vorhandenem code" wurde jetzt nur in diesem video...

Insomnia88 15. Aug 2012

Da würde ich dann doch für Kinder lieber das vom MIT entwickelte Programm Scratch...


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