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Keystone: Mechanische Tastatur passt Tastendruckpunkte den Nutzern an

Die auf Kickstarter finanzierte Keystone ist eine mechanische Tastatur mit Hall-Effekt-Schaltern. Diese können die Druckstärke registrieren. Eine Software ermöglicht es der Tastatur, das Tippverhalten der Nutzer zu analysieren und Druckpunkte entsprechend anzupassen.
/ Oliver Nickel
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Die Keystone erkennt Druckstufen der Tasten. (Bild: Kickstarter/Input Club)
Die Keystone erkennt Druckstufen der Tasten. Bild: Kickstarter/Input Club

Der Peripheriehersteller Input Club finanziert derzeit auf Kickstarter(öffnet im neuen Fenster) die mechanische Tastatur Keystone. Dabei handelt es sich um eine Tastatur in voller Größe mit Nummernblock, die magnetische Hall-Effekt-Schalter einsetzt. Es gibt auch eine kompakte Version ohne Nummernblock, die Keystone TKL. Die Schalter können verschiedene Stufen von Druckpunkten erkennen, womit sich analoge Signale simulieren lassen.

So sollen Nutzer etwa die Größe des Stiftes in Adobe Photoshop mit einer Taste stufenlos ändern können. Auch Mehrfachbelegungen von Tasten wären möglich. Als Beispiel nennt der Hersteller die Ausgabe eines Großbuchstabens bei starkem Druck und eines Kleinbuchstabens bei leichtem Druck auf die Tasten.

Die verwendeten Schalter lassen sich in die Keystone einsetzen und austauschen. Es soll Schalter mit linearem Schaltweg (Red Slider), mit leichtem taktilen Feedback (Tan Slider) und mit Klickgeräusch (Blue Slider) geben. Die Farbgebung orientiert sich offensichtlich an Cherry-MX-Schaltern, die in vielen Tastaturen Verwendung finden. Die einzelnen Tasten können zudem mit Makros versehen und individuell beleuchtet werden.

Projekt bereits finanziert

Die Keystone nutzt eine Software namens Adaptive Typing. Diese soll die Druckstärke von Nutzern analysieren und den Anschlag entsprechend anpassen. "Die Keystone kann die Tastenempfindlichkeit der einzigartigen Weise anpassen, in der Sie tippen. Wenn Sie mit Ihrem Zeigefinger stärker drücken als mit Ihrem kleinen Finger, wird das die Keystone lernen und sich anpassen" , sagt das Entwicklerteam im Vorstellungsvideo. Das soll durch eine KI erreicht werden – obwohl in diesem Fall ein herkömmlicher Algorithmus ausreichen würde. So viele Tasten hat eine Tastatur nicht.

Das Projekt ist bereits mit etwa 125.500 Euro finanziert. Die Entwickler wollten 31.170 Euro haben. Unterstützer zahlen derzeit 133 Euro für ein Exemplar der kürzeren Keystone-Tastatur ohne Nummernblock (TKL). Die Standardversion kostet 160 Euro. Nutzer können nach der Kampagne auswählen, welche Switches sie bestellen möchten. Input Club will die Tastaturen ab Februar 2020 ausliefern.


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