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Vera Rubin läuft bereits bei Microsoft

Für Vera Rubin nannte Huang keinen konkreten Starttermin, betonte aber, das Sampling laufe "unglaublich gut" und ein erstes Rack sei bereits bei Microsoft Azure installiert worden.

Neben Hardware nimmt Software viel Raum ein. Nvidia kündigte mit OpenCLAW ein Open-Source-Framework für agentische Systeme an. Huang beschrieb es als "Betriebssystem für agentische Computer" .

Mit Nemo Claw soll es zusätzlich eine unternehmenstaugliche Referenzplattform geben, inklusive Sicherheitsmechanismen, Richtlinienverwaltung und Datenschutzkomponenten.

Die Idee dahinter: KI-Agenten sollen nicht nur Antworten generieren, sondern aktiv mit Dateien, Tools und internen Daten arbeiten können. Einen konkreten Veröffentlichungstermin gab Nvidia bisher nicht an.

Auch autonome Fahrzeuge spielen für Nvidia eine wichtige Rolle. Huang bezeichnete sie als eines der ersten großen Beispiele für Physical AI, also KI-Systeme, die direkt in der realen Welt handeln. Nvidia kombiniert dafür Training in Rechenzentren, Simulation mit Omniverse sowie spezielle Fahrzeugplattformen.

Ziel ist es, Fahrmodelle zunächst in riesigen virtuellen Umgebungen zu trainieren und anschließend im Fahrzeug auszuführen. Hersteller und Entwickler könnten so Milliarden Testkilometer simulieren, bevor Fahrzeuge auf die Straße kommen.

Für Nvidia ist das ein weiteres Beispiel dafür, wie dieselbe KI-Infrastruktur – von Simulation bis Inferenz – in unterschiedlichen Branchen eingesetzt werden könne.

In der Keynote erwähnte Huang dabei auch neue Automobilpartner für Nvidias Plattform. Dazu gehören BYD, Hyundai, Nissan und Geely. Diese Hersteller schließen sich bestehenden Partnern wie Mercedes-Benz, Toyota und General Motors an.

Ein weiterer Schwerpunkt der Keynote war die Weiterentwicklung von CUDA; die GPU-Plattform wird dieses Jahr 20 Jahre alt. Huang bezeichnete die Bibliotheken von CUDA-X als "die Kronjuwelen" Nvidias.

Schlussworte mit Olaf dem Schneeman

Neue Versionen sollen insbesondere Datenverarbeitung beschleunigen: strukturierte Daten etwa mit cuDF, unstrukturierte Daten mit cuVS. Als Beispiele nannte Huang Plattformen wie IBM Watsonx.data, Dells AI Data Platform sowie Googles BigQuery und Vertex AI.

Daneben zeigte Nvidia erneut seine Strategie für Physical AI. Plattformen wie Isaac Lab, Newton, Cosmos und Groot sollen eine gemeinsame Infrastruktur für Robotik, autonome Fahrzeuge und industrielle Systeme bilden.

Huang demonstrierte auch Beispiele aus der Unterhaltungsindustrie: Mit Hilfe von Simulation und Reinforcement Learning lassen sich animierte Figuren in echte Roboter übersetzen – etwa Disneys Schneemann Olaf aus dem Kinofilm Frozen.

Olaf lief als physische Figur mit KI und Robotik am Schluss der Keynote über die Bühne und reagierte auf Huang. Der Nvidia-Chef beschrieb diese Entwicklung als nächsten Schritt, bei dem KI nicht nur digitale Inhalte erzeuge, sondern Maschinen in der realen Welt steuere.


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