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Keymile: Kupfernetze noch mindestens fünf bis zehn Jahre in Betrieb

Mit Vectoring und Super Vectoring wird das alte Kupferkabel in Deutschland noch einige Zeit in Betrieb sein. Doch seine Tage sind gezählt.
/ Achim Sawall
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Kupferkabel im G.fast-Labor (Bild: Christoph von Schierstädt/Lantiq)
Kupferkabel im G.fast-Labor Bild: Christoph von Schierstädt/Lantiq

Der Telekommunikationsausrüster Keymile geht davon aus, dass man die alten Kupfernetze noch einige Zeit einsetzen werde. Das gab das Unternehmen am 15. Februar 2018 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . "Um die vorhandenen Investitionen maximal zu nutzen, werden die bestehenden Kupfernetze in vielen Fällen noch mindestens fünf bis zehn Jahre in Betrieb sein" , erklärte Keymile.

VDSL2 und Vectoring im Profil 17a und G.fast als VDSL2-Nachfolger sowie Investitionen in Glasfasernetze - etwa bei neuen Wohn- und Gewerbegebieten - seien für den Großteil der deutschen Netzbetreiber Teil eines Technologiemixes zur Breitbandversorgung auf dem mittelfristigen Weg zu reinen Glasfasernetzen. Wo immer technisch erforderlich und wirtschaftlich möglich, würden Netzbetreiber in diesem Jahr den Glasfaserausbau von Fibre-To-The-Curb (FTTC) in Richtung FTTB und FTTH vorantreiben.

Super Vectoring kommt 2019

Vectoring mit Profil 35b bietet Datenraten von bis zu 300 MBit/s. Ein Volumen-Rollout von Vectoring mit Profil 35b wird von Keymile für das Jahr 2019 erwartet. Bis dahin würden auch weitere Netzbetreiber mit ihren Angeboten folgen.

Beim Glasfaserausbau liege der Schwerpunkt auf FTTH. Mit einem direkten Glasfaseranschluss von Privathaushalten und Unternehmen lassen sich Bandbreiten im Gigabit-Bereich erzielen. Da Fibre-To-The-Home (FTTH) und Fibre-To-The-Building (FTTB) sehr zukunftssicher sind, würden Netzbetreiber, wenn immer möglich, ihre Investitionen auf diesen Bereich konzentrieren - unabhängig davon, ob aktive Ethernet-Punkt-zu-Punkt oder passive PON-Zugangstechnologie (Passive Optical Network) zum Einsatz kommt.

Heutige PON-Systeme sollten die Anforderung nach symmetrischer Datenübertragung berücksichtigen und mit den nächsten PON-Generationen XGS-PON und NG-PON2 aufrüstbar sein. Überregional tätige Netzbetreiber setzen vorwiegend auf PON-Architekturen, regionale und lokale eher auf P2P-Architekturen. FTTH sei die erste Wahl. Wo sich dies, aus welchen Gründen auch immer, nicht realisieren lasse, komme FTTB zum Einsatz.

Keymile unterhält seine größten Standorte in Hannover und in Bern.


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