Keyframer: Apple experimentiert mit KI-gestützter Bildanimation

Apple-Mitarbeiter haben ein Forschungspapier veröffentlicht, das sich mit der KI-gestützten Bildanimation beschäftigt, genauer gesagt mit der Erstellung von SVG-Animationen.
Der nicht öffentlich zugängliche Prototyp wird Keyframer genannt(öffnet im neuen Fenster) und könnte der Beschreibung nach eine einfache Möglichkeit bieten, statischen Bildern mithilfe von Textanweisungen Leben einzuhauchen.
Keyframer verwendet große Sprachmodelle (Large Language Model, LLM), dieselbe Art von KI, die auch Tools wie ChatGPT antreibt. Dieses analysiert eine einfache Textanweisung (z.B.: "Lass die Sterne funkeln" ) und übersetzt sie in CSS-Code, der auf ein hochgeladenes SVG-Bild zugeschnitten ist. Damit entfällt die mühsame manuelle Erstellung webbasierter Animationen.
Keyframer nutzt GPT-4, um CSS-Animationscode zu generieren, der eine vom Nutzer bereitgestellte skalierbare Vektorgrafik (SVG) animiert. So können Nutzer Animationen einfach erstellen, ohne komplexen CSS-Code manuell schreiben zu müssen. Um die erstellten Designs zu verfeinern, bietet Keyframer mehrere Editor-Typen, mit denen die Nutzer den Animationscode direkt bearbeiten können. Mit diesen visuellen Editoren können die Anwender das Timing, das Easing, die Transformationen und andere Animationseigenschaften optimieren.
Keyframers Potenzial - und seine Grenzen
Die Apple-Forscher geben selbst zu, dass sich das Tool noch im Anfangsstadium befindet und nur begrenzte Animationsmöglichkeiten bietet. Die aktuellen Demos konzentrieren sich auf einfache Effekte wie Farbverschiebungen und Überblendungen und nicht auf komplexe Bewegungen wie in Filmen oder Spielen.
Außerdem hat Apple Keyframer bisher nur mit einer kleinen Gruppe getestet und keine Anwendung veröffentlicht, mit denen sich andere selbst ein Bild von der allgemeinen Nutzbarkeit machen können.
Apples wachsendes KI-Portfolio
Der Keyframer-Prototyp zeigt einmal mehr Apples wachsendes Interesse an generativer KI auf. In den letzten Monaten stellte das Unternehmen Tools wie Hugs zur Erstellung menschlicher Avatare aus Videoclips(öffnet im neuen Fenster) und MGIE, einen KI-gestützten Bildeditor , vor.
Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Projekte von reinen Forschungsprojekten zu vollwertigen Produkten für Verbraucher entwickeln werden. Klar ist, dass die nächste Betriebssystem-Generation mehr KI-Funktionen enthalten wird. Apple will im Laufe des Jahres 2024 erste Details zu neuen KI-Funktionen für seine Hardware und Software veröffentlichen. Das gab Apple-CEO Tim Cook Anfang Februar 2024 bekannt.



