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Deutschsprachige Nutzer müssen improvisieren

Das hat uns zunächst einiges Kopfzerbrechen bereitet, bis wir eine Lösung in Chrysalis gefunden haben: Wir können die Umlaute und das ß einfach über Chrysalis einprogrammieren, indem wir das jeweilige Pendant einsetzen, unter dem die Buchstaben auf einer US-Tastatur zu finden sind. Wollen wir ein Ö platzieren, müssen wir die Semikolon/Doppelpunkt-Taste setzen. Für ein Ä wird hingegen die Anführungsstrichtaste platziert, für ein Ü die Taste mit der linken Kastenklammer. Das ß findet sich unter der Taste mit dem Bindestrich.

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Das ist alles sehr verwirrend. Da ist es hilfreich, sich eine deutsche Tastatur und eine Tastatur im US-Layout nebeneinander zu legen, um zu vergleichen. Dabei können auch einfach Bilder der jeweiligen Layouts verwendet werden. Nach einigem Hin- und Herprobieren haben wir ein für uns passendes Layout für die Atreus gefunden, unter anderem mit der ß-Taste in der Mitte, dem Ü unten links, dem Ö und Ä an ihren gewohnten Positionen, dem Y unter dem X und dem P in der zweiten Reihe am Rand. Zudem haben wir einige Modifizierungstasten neu positioniert.

Verglichen mit einer größeren Tastatur sind das alles Kompromisse, die sich aus dem begrenzten Platz ergeben - wer sich eine derart kompakte Tastatur besorgt, muss dies schlichtweg in Kauf nehmen. Um den Überblick zu behalten, haben wir einige der Tastaturkappen durch die von einer Tastatur mit deutschem Layout ersetzt, etwa bei den Tasten für die Umlaute. Zudem verwenden wir gelegentlich unseren Spickzettel mit der Tastenanordnung.

Tastatur wird Eingewöhnungszeit erfordern

Die ungewöhnliche Belegung dürfte besonders bei Nutzern, die bisher noch keine ultrakompakten Tastaturen verwendet haben, zu einer mitunter schwierigen und möglicherweise auch frustrierenden Umgewöhnungsphase führen. Einige Buchstaben sind nicht dort, wo sie sich normalerweise befinden, zudem sind viele Zeichen erst auf der zweiten oder sogar dritten Ebene verfügbar. Erschwert wird das bei der Atreus noch durch die ergonomische Anordnung der Tasten, besonders bei Nutzern, die bisher noch keine Ergo-Tastaturen verwendet haben.

  • Die Keyboardio Atreus im Auslieferungszustand (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Tasten der Atreus sind in Spalten angeordnet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Insgesamt hat die Tastatur nur 44 Tasten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Atreus, nachdem wir die Tastenbelegung an unsere Bedürfnisse angepasst und Tastenkappen für die Umlaute von einer anderen Tastatur eingesetzt haben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Unsere Atreus hat Box-White-Schalter von Kailh eingebaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Tastaturkappen sind aus verhältnismäßig dickem Kunststoff (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Gehäuse der Tastatur ist relativ dünn. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Tippen auf der Atreus ist gewöhnungsbedürftig, nach einer Eingewöhnungszeit aber durchaus angenehm. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Tippen auf der Atreus ist gewöhnungsbedürftig, nach einer Eingewöhnungszeit aber durchaus angenehm. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Sobald man sich allerdings an die neuen Handgriffe gewöhnt hat, lässt es sich auf der Atreus sehr angenehm tippen. Bei längeren Texteingaben ermüden unsere Handgelenke weitaus weniger, besonders, wenn wir noch eine zusätzliche Handballenablage verwenden. Mit der Zeit fühlt es sich auch natürlicher an, durch die verschiedenen Ebenen zu navigieren und diese mitunter sogar zu kombinieren - etwa bei der Kombination aus Steuerungs- und Pfeiltasten.

Die kompakte Bauweise bedeutet auch, dass unsere Finger wesentlich geringere Entfernungen zurücklegen müssen. Für die Atreus gilt: Je länger man sie verwendet, desto leichter fällt das Tippen auf ihr. Für eine noch bessere Handhaltung wären Standfüße im unteren Bereich praktisch gewesen, besser als auf einer herkömmlichen Tastatur ist die Position unseres Handgelenkes und unserer Finger aber allemal.

Gleichzeitig müssen wir an dieser Stelle aber auch darauf hinweisen, dass die Atreus besonders für Nutzer, die mit sechs Fingern oder weniger tippen eine Zumutung sein kann. Noch stärker als bei anderen ergonomischen Tastaturen finden wir es bei der Atreus wichtig, mit acht Fingern oder mehr zu tippen - ansonsten gleicht die Texteingabe mehr einem Suchspiel.

Gute Auswahl an Switches

Wir haben uns unsere Atreus mit weißen Box-Switches von Kailh bestellt, die 50 cN Auslösekraft benötigen, bei 1,8 mm auslösen und klicken. Alternativ ist die Tastatur auch mit Kailhs taktilen Speed-Copper-Switches, den ebenfalls taktilen Box-Brown-Switches oder den linearen Box-Red-Schaltern erhältlich. Wem die auswählbaren Switches nicht gefallen, kann sie einfach durch andere ersetzen: Die Schalter sind hot swappable, können also mit Hilfe eines passenden Werkzeugs einfach aus der Tastatur gezogen werden.

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 Tippen auf der Atreus benötigt EingewöhnungszeitKeyboardio Atreus: Verfügbarkeit und Fazit 
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Mike LeBuchet 19. Nov 2020 / Themenstart

Da stecken keine MX-Schalter drin, sondern die billigeren MY-Schalter: https...

hhf1 18. Nov 2020 / Themenstart

Freut mich ehrlich, wenn Du damit klarkommst. Ich bin da noch nicht an dem Punkt. Wenn...

Lacrimula 18. Nov 2020 / Themenstart

Ja, finde die Tastatur auch potthässlich. ^^

mbirth 17. Nov 2020 / Themenstart

Ich nutze UK Extended, weil das für unsere ISO-Layouts (1 Taste mehr) gemacht ist und da...

Karbid 16. Nov 2020 / Themenstart

So eine Tastatur wäre für Tablets, Laptops, etc vielleicht interessant. Aber mit dem...

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