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Key-Reseller: Publisher startet Onlinepetition gegen G2A

Rund um das Rennspiel Descenders eskaliert der Streit zwischen dessen Publisher und dem Key-Reseller G2A. Inzwischen hat einer der Beteiligten eine Onlinepetition eröffnet, die fordert, dass über G2A keine Indiegames mehr gehandelt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von Descenders
Artwork von Descenders (Bild: No More Robots)

Gerade erst hat Mike Rose vom unabhängigen Spielepublisher No More Robots die Spieler aufgefordert, im Zweifel lieber eine Schwarzkopie aus dem Netz herunterzuladen, statt einen Key bei Resellern wie G2A zu kaufen. Nun hat sich G2A in einem offenen Brief gewehrt - woraufhin Rose dem Unternehmen vorwirft zu lügen. Zusätzlich hat Rose eine Petition bei Change.org gestartet. Die wichtigste Forderung: G2A soll keine Keys von Indiegames mehr verkaufen. Bislang haben rund 3.500 von 5.000 anvisierten Unterzeichnern zugestimmt.

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In seinem Brief geht G2A unter anderem auf den Vorwurf von Rose ein, es kümmere sich nicht ausreichend darum zu verhindern, dass auf seinem Portal Spiele angeboten würden, deren Keys zuvor mit gestohlenen Kreditkartendaten gekauft wurden. G2A bestreitet, dass auf seinem Portal derartige Geldwäsche betrieben wird. "Wir möchten eine seriöse und unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragen, eine unvoreingenommene Untersuchung durchzuführen", schreibt G2A.

Wenn solche Fälle gefunden werden sollten, werde G2A die durch Rückbuchungen entstandenen Kosten übernehmen - und den Geschädigten zusätzlich einen Betrag in zehnfacher Höhe überweisen. Um diese Prüfung durchführen, müssten sich Entwicklerstudios melden, weil nur so die Herkunft der Keys nachverfolgt werden könne. Die ersten drei Untersuchungen werde G2A bezahlen, bei allen weiteren wolle man sich die Kosten teilen.

G2A ist der Auffassung, dass es Mike Rose vor allem darum geht, mit seinen Vorwürfen in die Medien zu kommen und damit unter anderem den Verkauf des von ihm vermarkteten Sportspiels Descenders anzukurbeln. Insgesamt, so schätzt G2A, habe No More Robots von dem Game bis zu 50.000 Exemplare verkauft. Auf G2A allerdings seien seit der Veröffentlichung im Mai 2019 lediglich fünf Exemplare verkauft worden. Während der Early-Access-Phase zuvor seien 226 Keys gehandelt worden.

Damit will G2A erstens zeigen, dass zumindest mit Descenders nicht allzu viel Geld gewaschen worden sein kann - was allerdings nach Auffassung des Unternehmens über sein Portal ja sowieso nicht geschieht. Zweitens habe G2A keinen sehr großen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung von No More Robots.

Mike Rose wiederum wirft G2A auf Twitter ganz allgemein vor, Lügen zu verbreiten. Er distanziert sich allerdings auch von den Vorwürfen, was Verkäufe auf Basis gestohlener Kreditkartendaten angeht. Sein Geschäft würde dennoch Schaden nehmen, weil er weniger freizügig Testversionen an die Presse oder an Influencer verteile - weil diese ja ihre Keys auf G2A verscherbeln könnten. Außerdem nehme er an Aktionen wie den Verkäufen von Humble Bundle nicht teil, weil Keys von dort ebenfalls sofort auf G2A landen würden.

Rose geht auch auf die 226 Keys ein, die G2A genannt hatte. Nach Angaben von Rose habe eine Einzelperson 102 dieser Keys verkauft und 85 Prozent der Keys seien von nur drei Personen angeboten worden. Der Preis auf G2A habe bei rund 13 US-Dollar gelegen, der niedrigste Preis auf Steam seien aber mehr als 22 US-Dollar gewesen. Rose äußert sich nicht dazu, woher diese Keys gekommen sind und wer die Verkäufer waren - womit er andeutet, dass die Codes aus einer unseriösen Quelle stammen.



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GodsBoss 11. Jul 2019

Richtig, für Außenstehende ist da nichts belegt, was nichts daran ändert, dass G2A...

GodsBoss 09. Jul 2019

Was ist moralisch daneben? Dass Spiele-Entwickler Keys rausgeben in der Hoffnung, dass...

GodsBoss 09. Jul 2019

Nun, Mike Rose schreibt selbst: Darum scheint es ihm in der Diskussion also gar nicht zu...

dEEkAy 09. Jul 2019

Ob das Spiel etwas für dich ist kann man im Vorfeld durch Twitch, Youtube, Demos und...

tomate.salat.inc 09. Jul 2019

Sollte man meinen - glaub aber nicht, dass das allen Publishern gefällt. No more robots...


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