Key-Reseller: G2A wollte Schleichwerbung schalten

Entwickler von Indiegames wehren sich derzeit massiv gegen den Key-Reseller G2A. Nun stellt sich heraus: Das Unternehmen wollte in Branchenmagazinen seine Sicht der Dinge darstellen und dafür bezahlen - aber die Beiträge nicht als Werbung kennzeichnen.

Artikel veröffentlicht am ,
Logo von G2A
Logo von G2A (Bild: Golem.de/Peter Steinlechner)

Den Sommer 2019 haben sie sich beim Key-Reseller G2A vermutlich anders vorgestellt: Statt das gute Wetter zu genießen, muss sich das Unternehmen seit einigen Tagen öffentlich gegen Vorwürfe der Entwickler von Indiegames wehren. Nun hat sich herausgestellt, dass G2A sich an zehn Branchenmagazine gewandt hat, die einen von G2A verfassten Beitrag veröffentlichen sollten.

Stellenmarkt
  1. (Senior) Expert Development (m/w/d) Backend SAP-Commerce / Hybris
    Fressnapf Holding SE, Düsseldorf
  2. Discover Trainee (m/w/d) eCommerce
    Vodafone GmbH, Düsseldorf
Detailsuche

G2A hatte per Mail nach den Preisen für einen solchen Beitrag gefragt und darauf hingewiesen, dass er ohne Kennzeichnung wie "Werbung" oder "Anzeige" erscheinen soll. Zumindest in Deutschland gilt das als Schleichwerbung - und die ist verboten.

Einer der zehn Kontaktierten ist der Übersetzer und Autor Thomas Faust von Indiegamesplus. Faust hat Teile der Mail auf Twitter veröffentlicht. Darin schreibt G2A, sein "Image insbesondere bei den Entwicklern von Indiegames und kleineren Spielen verbessern" zu wollen. Inzwischen hat G2A bestätigt, tatsächlich hinter der Mail zu stecken.

Allerdings sei dafür ein einzelner Mitarbeiter verantwortlich gewesen, für den die Aktion "harte Konsequenzen" haben werde. Sein Vorgehen sei "absolut unakzeptabel". In Antworten auf diesen Tweet wird deutlich, dass viele Mitglieder des sozialen Netzwerks das für eine Ausrede halten und G2A nicht glauben.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Zuerst ist Mike Rose von No More Robots - ein auf Indiegames spezialisierter Publisher - öffentlich mit Vorwürfen gegen den Key-Reseller in Erscheinung getreten. Er hatte Spieler aufgefordert, lieber Schwarzkopien aus dem Netz zu ziehen, statt bei G2A zu kaufen. Auslöser für den Ärger von Rose war, dass G2A im Netz Anzeigen geschaltet hatte, die vor dem firmeneigenen Shop von No More Robots angezeigt wurden. Das macht es Rose deutlich schwerer, Geld mit den von ihm betreuten Games zu verdienen.

Mittlerweise hat Rose eine Onlinepetition auf Change.org gestartet, in der G2A aufgefordert wird, keine Keys mehr für Indiegames zu vermarkten. Mittlerweile haben fast 5.000 Personen unterzeichnet; irgendeine rechtliche Wirkung hat die Petition nicht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bundestagswahl
Bitte nicht in Jamaika landen!

Ampel oder Jamaika: Grüne und FDP müssen sich nach der Bundestagswahl für eine der beiden Koalitionsoptionen entscheiden. Das sollte ihnen leichtfallen.
Ein IMHO von Friedhelm Greis

Bundestagswahl: Bitte nicht in Jamaika landen!
Artikel
  1. Apple TV+: Apple bezahlt Personen aus der Filmbranche schlecht
    Apple TV+
    Apple bezahlt Personen aus der Filmbranche schlecht

    Apple hat Abonnentenzahlen für Apple TV+ enthüllt - um bei Produktionen Geld zu sparen.

  2. Binär-Optimierer: Facebooks Bolt beschleunigt den Linux-Kernel deutlich
    Binär-Optimierer
    Facebooks Bolt beschleunigt den Linux-Kernel deutlich

    Auch nach dem Kompiliervorgang kann Facebook mit dem Werkzeug Bolt Binärdateien noch weiter optimieren. Für den Linux-Kernel zahlt sich das aus.

  3. Powertoys: Microsofts kostenlose Tools, die Windows besser machen
    Powertoys
    Microsofts kostenlose Tools, die Windows besser machen

    Dateien benennen und Programme von überall starten: Mit den richtigen Tools lässt sich Windows besser bedienen. Wir zeigen die Powertoys.
    Von Oliver Nickel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • 7 Tage Samsung-Angebote bei Amazon (u. a. SSDs, Monitore, TVs) • Samsung Odyssey G5 32" Curved WQHD 144Hz 265€ • Nur noch heute: Black Week bei NBB mit bis zu 50% Rabatt • Acer Nitro 23,8" FHD 165Hz 184,90€ • Alternate (u. a. Cooler Master MH 752 Gaming-Headset 59,90€) [Werbung]
    •  /