Key-Reseller: G2A.com blamiert sich bei Fragerunde

Eine Diskussion zwischen dem umstrittenen Key-Reseller G2A.com und seinen Gegnern und Kunden auf Reddit ist aus dem Ruder gelaufen: Während der Ask-me-Anything-Runde hat ein Spieler offenbar die Verifizierungssysteme überlistet.

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Die Webseite von G2A.com
Die Webseite von G2A.com (Bild: Golem.de)

Der aus Hongkong operierende Key-Reseller G2A.com hat während eines "Ask me Anything" (AMA) auf Reddit die Empörung der Community auf sich gezogen. Das Unternehmen ist darauf spezialisiert, als Marktplatz den Verkauf von Keys für Computerspiele - etwa von Steam - zu organisieren. Allerdings sind Key-Reseller wie eben G2A bei Spielern und Entwicklern ein hochemotionales Thema - unter anderem, weil es immer wieder Betrügereien mit den Codes gibt.

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Entsprechend schnell ist die gut besuchte Onlinediskussion nach ein paar eher harmlosen Beiträgen abgedriftet. Auslöser war laut US-Medien wie Kotaku.com ein Nutzer mit dem Pseudonym Toradoki, der offenbar während des Ask me Anything die Verifizierungssysteme von G2A auf die Probe gestellt, eigentlich aber ausgehebelt hat.

Unter anderem zeigen seine mit Screenshots belegten Beiträge, dass Freigaben für eingereichte Keys anscheinend schon im Marktplatz auftauchen, bevor der Nutzer selbst den Hinweis auf ein Ende der Überprüfung bekommt. Außerdem sei der Prozess quasi sofort abgeschlossen gewesen, also viel zu schnell für eine gründliche Prüfung, findet Toradoki. Und: Wer einmal ein paar valide Keys eingereicht habe, könne anschließend problemlos Massen von eigentlich ungültigen verkaufen.

Wallet gesperrt

Für wirkliche Empörung hat aber vor allem das Verhalten von G2A während dieses Austauschs gesorgt. Das Unternehmen hat Toradoki in seinem eigenen System identifiziert und dafür gesorgt, dass er weder weitere Angebote erstellen noch sich sein vorhandenes Guthaben aus der Wallet ausbezahlen kann; um wie viel Geld es dabei geht, ist nicht bekannt. Jedenfalls war der restliche Verlauf der Diskussion von Beiträgen geprägt, in denen Nutzer mehr oder weniger wütende Anwürfe gegen G2A machten.

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Key-Reseller sind in der Community umstritten. G2A selbst hatte in dem AMA angegeben, dass die Keys von einem Team mit mehr als 100 Mitgliedern überprüft würden. Trotzdem kommt es immer wieder zu Betrügereien. Besonders schwierig wird es, wenn mit gestohlenen Kreditkarten echte Keys auf regulären Plattformen gekauft und diese dann etwa auf G2A weiterverkauft werden - hier kann sich der Käufer kaum schützen.

Der aus rechtlicher Sicht naheliegende Schritt, solche Keys zu sperren, führt - nachvollziehbarerweise - aber zu einem Aufschrei bei den Betroffenen und in der ganzen Community. Das musste unter anderem Ubisoft Anfang 2015 im Falle von Far Cry 4 und Assassin's Creed Unity feststellen.

Key-Reseller und der Massenmarkt

Unklar ist, wie viele Entwickler sich unter die Teilnehmer des AMA gemischt hatten. Für die sind Key-Reseller nämlich wirklich ein Problem. Zwar bekommen sie grundsätzlich für jeden irgendwo verkauften Key auch Geld. Aber bei gestohlenen oder gefälschten Zahlungsmitteln kommt es normalerweise zu Rückbuchungen, so dass die Entwickler unter Umständen echte und teils hohe Verluste erleiden.

Key-Reseller wie G2A.com sind übrigens kein Randphänomen: Unter der Hand ist von Publishern immer wieder zu hören, dass sie teils Umsatzanteile im hohen zweistelligen Prozentbereich haben. Viele Firmen, auch G2A.com, betreiben sehr aktives Marketing, indem sie einige der bekanntesten Youtuber und Let's Player sponsern.

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crazypsycho 06. Feb 2017

Das ganze mit der Nutzungslizenz kam erst vor ein paar Jahren. Früher gehörte einem...

Hotohori 06. Feb 2017

Alte Spiele werden immer wieder mal auf Steam eingestellt und das ist dann quasi deren...

Hotohori 06. Feb 2017

Ja, für den Key Käufer mag das alles sehr sicher sein. Das aber bei zurückgezogenen Keys...

Hotohori 06. Feb 2017

Wenn du das immer noch nicht verstehst, dann nein, dann kann dir das Niemand erklären. ;P

PiranhA 06. Feb 2017

Einfach mal selbst lesen: Es geht nur um Geo-Blocking innerhalb der EU und da sind die...



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