Key-Reseller: Entwicklerstudio Gearbox stellt G2A.com vor Ultimatum

Ändert euer Geschäftsmodell, sonst arbeiten wir doch nicht mit euch zusammen! Mit einem Ultimatum versucht das Entwicklerstudio Gearbox (Borderlands, Duke Nukem), den Key-Reseller G2A.com unter Druck zu setzen - ein bekannter Youtuber hatte öffentlich protestiert.

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Artwork von Bulletstorm - Full Clip Edition
Artwork von Bulletstorm - Full Clip Edition (Bild: People Can Fly)

Vor ein paar Tagen war die Geschäftsbeziehung zwischen dem US-Entwicklerstudio Gearbox Software und dem Key-Reseller G2A.com noch in Ordnung: Am 4. April 2017 haben die beiden Unternehmen bekanntgegeben, gemeinsam eine Sammlerausgabe des Actionspiels Bulletstorm zu vermarkten. Nun steht der Deal möglicherweise wieder vor dem Aus - und Gearbox versucht mit einem Ultimatum, G2A.com unter Druck zu setzen.

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Auslöser des programmierten Zwists ist offenbar der britische Youtuber John "TotalBiscuit" Bain (rund 2,3 Millionen Abonnenten). Bain hat in einem Video ankündigt, künftig die Spiele von Gearbox wegen der Zusammenarbeit mit G2A.com zu ignorieren. Vor allem aber erhebt er schwere Vorwürfe gegen den Key-Reseller: "G2A ist eine Firma, die unmittelbar von Diebstahl profitiert", so Bain. Das Unternehmen würde bei weitem nicht genug dagegen tun, dass Keys weiterverkauft würden, an die die jeweiligen Händler mit gestohlenen Kreditkarten gelangt seien.

Die Vorwürfe sind nicht neu, aber offensichtlich waren sie Gearbox nicht bekannt. In seiner sogar ins Deutsche übersetzten Pressemitteilung bezeichnet das Entwicklerstudio seinen Partner G2A harmlos als "digitalen Gaming-Marketplace".

Inzwischen ist wohl auch Gearbox der Auffassung, dass G2A nicht immer nur ein braver Zwischenhändler ist. Die Entwickler haben über Eurogamer.net ein Ultimatum veröffentlicht.

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Darin fordern sie von G2A, innerhalb von 30 Tagen den Kunden das bislang kostenpflichtige Angebot G2A Shield immer kostenfrei anzubieten. Damit können sich Käufer auf Monatsbasis oder im Einzelfall bei jedem Kauf dagegen versichern, dass ein Key nachträglich gesperrt wird.

Außerdem fordert Gearbox, dass G2A innerhalb von 90 Tagen allen Entwicklern und Publishern über eine API direkten Zugang zu dem Marktplatz bietet und damit auch die Möglichkeit, Keys aus möglicherweise dubiosen Quellen selbst vor dem Weiterverkauf zu sperren. Weitere Forderungen, ebenfalls mit zeitlichen Forderungen, sollen potenzielle Betrügereien ebenfalls einschränken.

G2A hat sich bislang nicht zu dem Ultimatum geäußert. Es ist allerdings fraglich, ob das aus Hongkong operierende Unternehmen nur für eine einzelne Sammlerausgabe auf die Forderungen eingeht und damit letztlich sein Geschäftsmodell praktisch von Grund auf umstellt.

Nachtrag vom 8. April 2017, 11:25 Uhr

Gearbox hat die Kooperation mit G2A abgesagt. Das Entwicklerstudio begründet den Schritt im Gespräch mit Eurogamer damit, dass G2A sich nicht öffentlich geäußert habe. Damit ist wohl offensichtlich, dass der Key-Reseller nicht auf die Forderungen von Gearbox eingehen werde.

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opodeldox 12. Apr 2017

Ein Chargeback kostet dem Verkäufer Geld.

dark_matter 09. Apr 2017

Was genau ist das Argument, daß der Kauf von (Steam/Origin/Uplay) Keys über Key Reseller...

opodeldox 08. Apr 2017

Du scheinst Inflation nicht zu verstehe. Inflation bedeutet, dass die einzelne Einheit...

eXXogene 08. Apr 2017

Der Händler sollte den Shield bezahlen und nicht der Kunde.



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