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Kevag Telekom: Glasfaser-Backbone im Westerwald errichtet

Ein Kabelnetzbetreiber stellt auf Glasfaser um und errichtet seinen Backbone. Das rund 250 Kilometer lange Glasfasernetz soll bereits im kommenden Jahr fertig sein. Statt 300 MBit/s dürften bald 10 GBit/s möglich sein.
/ Achim Sawall
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Start des neuen Netzes (Bild: Kevag Telekom)
Start des neuen Netzes Bild: Kevag Telekom

Das Unternehmen Kevag Telekom kommt mit dem Glasfaserausbau voran. Das gab der Branchenverband Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation) bekannt. "Wir bauen derzeit den Westerwald-Backbone. Mit dem Ausbau des über 250 Kilometer langen Glasfasernetzes werden wir schon 2017 fertig sein. Ursprünglich war der Abschluss dieses Projektes erst 2019 geplant", sagte Bernd Gowitzke, Geschäftsführer der KTK, während der offiziellen Inbetriebnahme der ersten 300-MBit/s-Datenübertragung in Wallmerod.

Die Gesamtinvestitionen der Kevag Telekom und ihres Gesellschafters Energieversorgung Mittelrhein betragen 25 Millionen Euro. Die Energieversorgung Mittelrhein ist das größte kommunale Energie- und Dienstleistungsunternehmen aus Rheinland-Pfalz.

Breko-Geschäftsführer Stephan Albers sagte: "Die alternativen Netzbetreiber unseres Verbands sind direkt vor Ort und treiben den Glasfaserausbau im Schulterschluss mit Städten und Kommunen auch und gerade in unterversorgten, meist ländlichen Regionen voran."

10 GBit/s möglich

Kevag Telekom hat mit seinen 90 Beschäftigten sein TV-Kabelfernsehnetz in den Jahren 2006/2007 rückkanalfähig gemacht. "Jetzt sind wir durch den Glasfaserausbau in der Lage, die Ortsnetze an die Glasfaser anzuschließen", erklärte Gowitzke. Das Netz habe große Leistungsreserven.

In neuen Glasfasernetzen ist eine sehr viel höhere Datenrate als 300 MBit/s möglich. Der neue Standard für passive Glasfasernetzwerke NG-PON2 wird von Netzwerkbetreibern bereits getestet und ausprobiert. NG-PON2 steht für Next-Generation Passive Optical Network 2. Singtel (Singapore Telecommunications) hat in den vergangenen Monaten bereits einen 10-GBit/s-Dienst angekündigt.


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