Abo
  • Services:

Kettenbrief: TU Berlin verschickt private Daten der Studenten

Durch einen Programmierfehler in einer selbst entwickelten Software hat das Rechenzentrum der Technischen Universität Berlin persönliche Daten der Studierenden verschickt. Darunter sind auch Informationen über Zwangsexmatrikulationen wegen nicht bestandener Prüfungen.

Artikel veröffentlicht am ,
TUB-tubit-Server
TUB-tubit-Server (Bild: TU Berlin/Pressestelle/Dahl)

Die Technische Universität Berlin hat beim Verschicken der Rückmeldeaufforderungen massenhaft personenbezogene Daten offengelegt. Das berichtet der Asta der TU. Bis zu 1.683 Datensätze mit vollem Namen, Adresse und vorzulegenden Unterlagen anderer Studierender seien per E-Mail verschickt worden. Auch Informationen über Zwangsexmatrikulationen wegen nicht bestandener Prüfungen wurden so verbreitet.

Stellenmarkt
  1. Allianz Private Krankenversicherungs-AG, München
  2. Vector Informatik GmbH, Regensburg

Das IT-Service-Center der TU hat das Problem bestätigt: "Leider wurden durch einen Fehler im neuen Rückmeldeinformationssystem die Inhalte mehrerer Anschreiben zu einem Anschreiben zusammengefasst." Dadurch sei ein Teil der E-Mails an Studierende verschickt worden, die Namen und Postadressen anderer Studierender enthielten. Das Problem sei in den ersten Durchläufen des automatisierten Verfahrens bemerkt und der Sendevorgang abgebrochen worden.

"Der Umfang des ungewollten Datenschutzvorfalls ist uns bewusst und wir entschuldigen uns hiermit bei den Betroffenen. Die Empfänger wurden gebeten diese E-Mails vollständig zu löschen", heißt es in der Stellungnahme des IT-Service-Centers.

Ungewollter Kettenbrief durch Software-Fehler

Odej Kao, der Leiter des Rechenzentrums, erklärte: "Jedem Studierenden, den wir angeschrieben haben, wurden die Briefe des vor ihm angeschriebenen Studierenden ebenfalls zugesendet. Der erste Studierende bekam nur sein Anschreiben, der zweite Studierende neben seinem Anschreiben auch das des ersten Studierenden und so weiter." Es seien rund 1.800 Studenten angeschrieben worden.

Es handelt sich laut Kao um einen Programmierfehler, der sich bei der Erstellung der Senderoutine eingeschlichen habe und von Tests unentdeckt blieb. Einen Zugriff von außen habe es nicht gegeben. Der Sendevorgang der Rückmeldeaufforderungen werde wiederholt.

Asta-Referent Gabriel Tiedje betonte, dass das aktuelle Projekt der TU-Verwaltung, alle Studierendendaten in einem Student Lifecycle Management (SLM) zu verarbeiten, damit in Frage stünde: "Es zeigt sich, dass selbst mit so wenigen Daten wie Namen und Adressen ein enormer Schaden an der Privatsphäre von Studierenden entstehen kann. Deswegen fordern wir, nur die absolut notwendigen Daten zu erheben und diese nicht zu zentralisiert zu verarbeiten."

Der Rechenzentrumschef erklärte dagegen, dass es habe sich um einen sehr bedauerlichen Programmierfehler gehandelt habe, der in keinem Fall das Projekt SLM betreffe. "Die selbst entwickelte Software, welche die Panne jetzt verursacht hat, ist ein Workaround, bis das SLM-System zur Verfügung steht." Es handele sich um komplett verschiedene Systeme.



Anzeige
Top-Angebote
  1. mit den Gutscheinen: DELL10 (für XPS13/XPS15) und DELL100 (für G3/G5)
  2. mit Gutschein: ASUSZONE (u. a. VivoBook 15.6" FHD mit i3-5005U/8 GB/128 GB für 270,74€ statt...
  3. (u. a. Canon EOS 200D mit Objektiv 18-55 mm für 477€)
  4. 12,49€

Zzimtstern 03. Jun 2015

Natürlich! Was hast du denn erwartet? Freie Meinungsäußerungen etwa? Das ist ja sowas...

DennyF 03. Jun 2015

hi, dem kann ich nur zustimmen. Für Studierende ist es nicht immer ersichtlich, wieso...

Desertdelphin 02. Jun 2015

So einen Fisch hatten wir auch im Kurs. Nie Infos rausgeben mit dem Hinweis auf...


Folgen Sie uns
       


Samsung Flip - Test

Das Samsung Flip ist ein Smartboard, das auf eingängige Weise Präsentationen oder Meetings im Konferenzraum ermöglicht. Auf dem 55 Zoll großen Bildschirm lässt es sich schreiben oder zeichnen - doch erst, wenn wir ein externes Gerät daran anschließen, entfaltet es sein komplettes Potenzial.

Samsung Flip - Test Video aufrufen
Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Nach tödlichem Unfall Uber entlässt 100 Testfahrer für autonome Autos
  2. Autonomes Fahren Daimler und Bosch testen fahrerlose Flotte im Silicon Valley
  3. Kooperationen vereinbart Deutschland setzt beim Auto der Zukunft auf China

Segelschiff: Das Vindskip steckt in der Flaute
Segelschiff
Das Vindskip steckt in der Flaute

Hochseeschiffe gelten als große Umweltverschmutzer. Neue saubere Antriebe sind gefragt. Der Norweger Terje Lade hat ein futuristisches Segelschiff entwickelt. Doch solch ein neuartiges Konzept umzusetzen, ist nicht so einfach.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energy Observer Toyota unterstützt Weltumrundung von Brennstoffzellenschiff
  2. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  3. Kreuzschifffahrt Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

    •  /