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Kernnetz: Telekom wechselt Cisco-Router im zentralen Backbone aus

Die Deutsche Telekom hat einen besseren Cisco - Router in ihrem zentralen Backbone installiert. Der erreicht 260 TBit/s und wirft Fragen zur IT-Sicherheit auf.
/ Achim Sawall
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Der Router von Cisco (Bild: Cisco / Montage: Golem.de)
Der Router von Cisco Bild: Cisco / Montage: Golem.de

Die Deutsche Telekom setzt einen neuen Router von Cisco ein, der eine Übertragungsgeschwindigkeit von 260 TBit/s erreichen soll. Das gab der US-Konzern Cisco am 21. Oktober 2021 bekannt. Der Umbau vom Design bis zur vollständigen Bereitstellung im zentralen Backbone dauerte rund vier Monate.

Gewechselt wird vom Cisco CRS-X-Multi-Chassis-System zu den Routern der Cisco-8000-Serie. Die aktuellen neuen 400-GBit/s-Schnittstellen könnten so in Zukunft auf 800-GBit/s-Schnittstellen erweitert werden. Die Anschlussdichte der Router führe zu einer Reduzierung des Platzbedarfs von acht auf ein Rack pro System.

Walter Goldenits, Chief Technologie Officer der Telekom Deutschland, sagte: "Durch die Zusammenarbeit mit Cisco erhalten wir ein sicheres und stabiles Netz mit höchster Verfügbarkeit und Sicherheit – davon profitieren unsere Kunden."

Cisco und NSA: War da was?

Der Bereich zentraler Backbone ist sicherheitsrelevant: Das 5G-Kernnetz ist eine Funktion oberhalb des Backbones. Dem US-Konzern Cisco wurde im Rahmen der Snowden-Veröffentlichungen vorgeworfen , mit den US-Geheimdiensten zu kooperieren.

In den Dokumenten gibt es Fotos, die Angestellte zeigen, die Pappkartons öffnen, in denen mutmaßlich Cisco-Router versendet werden. Die NSA hat ein Programm betrieben, mit dem Implantate in Router verschiedener Hersteller eingepflanzt werden können , um die Kunden später ohne großen Aufwand zu überwachen. Was Cisco selbst damit zu tun hat, ist jedoch absolut unklar.

Cisco-Joint-Venture auf der US-Entity-List

Bewiesen ist, dass Cisco in China ein Joint Venture mit dem staatlichen Konzern Inspur betreibt , der sich auf der erweiterten Entity List der USA befindet. Das Gemeinschaftsunternehmen entwickelt und stellt Server her. Cisco zeigte sich unbeeindruckt von der US-Sanktionsliste, das Joint Venture findet sich weiter auf der Liste von Ciscos Investitionen(öffnet im neuen Fenster) .


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