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Kernkraft:
Nukleare Mikroreaktoren sollen für Kanada gebaut werden

Kernreaktoren in Containergröße sollen entlegende Gegenden mit Wärme und Strom versorgen. Aber trotz des guten Sicherheitskonzepts von Westinghouse sind Probleme absehbar.
/ Frank Wunderlich-Pfeiffer
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Der Reaktor passt in einen 40-Fuß-Standardcontainer. (Bild: Westinghouse / Bearbeiteter Screenshot: Golem.de)
Der Reaktor passt in einen 40-Fuß-Standardcontainer. Bild: Westinghouse / Bearbeiteter Screenshot: Golem.de

Der US-Konzern Westinghouse will kleine Kernreaktoren namens eVinci zur Strom- und Wärmeversorgung in entlegenen Gegenden in Kanada verkaufen.(öffnet im neuen Fenster) Dazu wurden die ersten Schritte zur Genehmigung bei der kanadischen Kernkraft-Aufsichtsbehörde eingeleitet und Pläne zum Bau eines Demonstrationsreaktors bis 2024 in Pennsylvania vorgelegt.(öffnet im neuen Fenster) Das komplette System soll ab 2026, inklusive Reaktor, Stromerzeugung und Steuerung, in vier 40-Fuß-Standardcontainern ausgeliefert und in weniger als 30 Tagen aufgebaut werden können. Laut einer Machbarkeitsstudie(öffnet im neuen Fenster) soll der Strom 25 Cent pro kWh kosten.

Die Bauart(öffnet im neuen Fenster) entspricht dabei der Kombination von Technologien für Hochtemperaturreaktoren und dem für die Raumfahrt entwickelten Kilopower-Reaktor, der für mehr als ein Jahrzehnt autonom im Weltall funktionieren soll. Wie das Vorbild im Weltall soll der Reaktor auch auf der Erde ohne eine ständige Betreuung vor Ort betrieben werden. Der Reaktor reguliert sich selbst und benötigt auch im Notfall keine Kühlpumpen. Dabei hilft die niedrige Leistungsdichte, und die hohe Arbeitstemperatur von 650 Grad Celsius erleichtert die Wärmeabfuhr.

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