Kernfusion: Tokamak Energy erzeugt 100 Millionen Grad heißes Plasma

Das ist nach Angaben des britischen Unternehmens ein wichtiger Schritt für eine kommerzielle Nutzung der Kernfusion.

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Sphärischer Tokamak ST40: Daten werden der Wissenschaft zur Verfügung gestellt.
Sphärischer Tokamak ST40: Daten werden der Wissenschaft zur Verfügung gestellt. (Bild: Tokamak Energy)

Der nächste Fortschritt in der Kernfusion: Das britische Unternehmen Tokamak Energy hat eine Plasmatemperatur erzielt, die für die kommerzielle Nutzung der Fusionsenergie erforderlich ist.

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Das Plasma erreichte nach Angaben des Unternehmens eine Temperatur von 100 Millionen Grad Celsius. Der Wert wurde demnach mit mehr als 25 Diagnoseinstrumenten und unter Verwendung aktueller Messverfahren von einem unabhängigen Experten verifiziert.

"Wir sind stolz auf diesen Durchbruch, der uns einen Schritt näher an die Versorgung der Welt mit einer neuen, sicheren und kohlenstofffreien Energiequelle bringt", sagte Chris Kelsall, Chef von Tokamak Energy. Die Ergebnisse will Tokamak Energy der wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Verfügung stellen.

Tokamak Energy nutzt einen ungewöhnlichen Reaktor: Er ist sphärisch, also kugelförmig. Dadurch ist er kleiner und kompakter als andere Fusionsreaktoren dieses Typs. Diese haben normalerweise die Form eines Torus, also ähnlich wie ein Donut.

Tokamak Energy ist erst fünf Jahre alt

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Tokamak Energy ist eine Ausgründung des Culham Centre for Fusion Energy, des nationalen britischen Fusionslabors. Das Unternehmen ist erst fünf Jahre alt.

Die Kosten für seinen Reaktor beziffert Tokamak Energy auf 50 Millionen britische Pfund, das sind umgerechnet knapp 60 Millionen Euro. Zum Vergleich: Der - allerdings ungleich größere - Versuchsreaktor Iter in Südfrankreich soll 20 Milliarden US-Dollar kosten.

Erneuerbare Energien und Klimaschutz: Hintergründe - Techniken und Planung - Ökonomie und Ökologie - Energiewende (Deutsch)

Als nächstes will Tokamak Energy seinen Reaktor mit der Bezeichnung ST40 mit Magneten aus Hochtemperatur-Supraleitern (HTS) ausrüsten. "Unser nächstes Gerät wird diese beiden weltweit führenden Technologien zum ersten Mal kombinieren und ist von zentraler Bedeutung für unsere Mission, kostengünstige Energie mit kompakten Fusionsmodulen zu liefern", sagte Kelsall. "In Kombination mit HTS-Magneten stellen sphärische Tokamaks den optimalen Weg zu einer sauberen und kostengünstigen kommerziellen Fusionsenergie dar."

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GangnamStyle 17. Mär 2022

Ich verstehe den Hype auch nicht so recht. Die Südkoreaner haben schon letztes Jahr mit...

splash42 17. Mär 2022

Würde ich nicht einmal sagen. Die aktuellen Planungen gehen bis 2050 und teilweise ist...

forenuser 16. Mär 2022

Weshalb man daran ja forscht.

Muhaha 16. Mär 2022

Korrekt.



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