Kernfusion: Fusions-Start-up Proxima Fusion erhält Finanzierung
Geld für Fusion: Das Münchener Start-up Proxima Fusion hat eine erste Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Zudem hat es einen prominenten Kooperationspartner gewonnen.
Sieben Millionen Euro habe Proxima Fusion eingeworben, berichtete die Wirtschaftstageszeitung Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster). Zu den Investoren gehören demnach der Risikokapitalgeber High-Tech-Gründerfonds (HTGF), ein Public-Private-Partnership, sowie UVC Partners, eine Early-Stage Venture Capital-Gesellschaft.
Proxima Fusion(öffnet im neuen Fenster) ist ein noch junges Unternehmen: Es wurde Mitte Dezember auf der vom IPP organisierten Veranstaltung Forum Fusion(öffnet im neuen Fenster) angekündigt und existiert seit Januar. Die Gründer kommen vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP), dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) und Alphabets geheimem Forschungslabor X.
Start-ups machen Kernfusion
Das Unternehmen ist nicht das einzige, das in Deutschland an der Fusion forscht (g+). Die meisten Fusion-Start-ups wie etwa Focused Energy aus Darmstadt setzen dabei auf laserbasierte Trägheitsfusion(öffnet im neuen Fenster). Proxima Fusion hingegen will Fusion mittels magnetischem Einschluss(öffnet im neuen Fenster) erzielen.

Das Start-up kooperiert dabei mit dem IPP, wie das Institut mitteilte(öffnet im neuen Fenster). Das Institut ist die unbestrittene Nummer eins für Fusionsforschung in Deutschland und betreibt gleich zwei Großforschungsanlagen: den Tokamak Asdex Upgrade(öffnet im neuen Fenster) in Garching und den Stellarator Wendelstein 7-X in Greifswald.
Der Wendelstein 7-X erzeugte sein erstes Plasma im Dezember 2015. Im Februar gelang es erstmals, ein Plasma acht Minuten lang zu erhalten.
Proxima Fusion will die Stellarator-Technik so weiterentwickeln, dass ein kommerzielles Kraftwerk auf dieser Basis gebaut werden kann. Bis zum Jahr 2031 will das Münchener Start-up eines bauen, das mehr Energie produziert als es verbraucht.
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