• IT-Karriere:
  • Services:

Kernel: Steht Echtzeit-Linux vor dem Aus?

Da keine Sponsoren gefunden worden sind, wird Thomas Gleixner seine Arbeit an dem Echtzeit-Zweig des Linux-Kernels stark einschränken. Er habe keine Lust auf das politische Gerangel um den Code, sagte er.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein schwimmender Gentoo-Pinguin
Ein schwimmender Gentoo-Pinguin (Bild: Ken Funakoshi, CC BY-SA 2.0)

Im vergangenen halben Jahr habe sich die Situation des Echtzeit-Zweigs im Linux-Kernel in keiner Weise verbessert, sondern sei noch schlimmer als zuvor, schreibt Maintainer Thomas Gleixner. Auf einer Mini-Konferenz der Beteiligten im Herbst 2013 beschrieb er die Entwicklung bereits als nicht tragfähig, da weitere Sponsoren für die Arbeit fehlten. Diese negative Entwicklung setze sich seit mehreren Jahren fort, wie ein Bericht des US-Dienst LWN.net zeigt. In einer Ankündigung gibt Gleixner nun bekannt, dass er deswegen vorerst seine Arbeit an dem Code stark verringern werde.

Stellenmarkt
  1. PROSIS GmbH, verschiedene Standorte
  2. Hochschule Albstadt-Sigmaringen, Albstadt

So werde es wohl künftig keine neuen Funktionen mehr geben. Um sein Leben einfacher zu machen, erwäge er sogar, die geplanten Funktionen für Linux 3.16 fallen zu lassen, die nicht zwingend notwendig für den Basisbetrieb seien. Die Anstrengungen, die Preempt-RT-Patches in den Hauptzweig einzupflegen, würden ebenfalls zurückgestellt.

Soll Gleixner abgedrängt werden?

Nach der Konferenz hätten sich zwar einige Unternehmen zur Finanzierung bereit erklärt, daraus sei aber nichts Handfestes entstanden. Entsprechend enttäuscht und wütend beschreibt Gleixner die aktuelle Situation in der Mail.

Er sei die "Politik, die offensichtlichen Lügen und den Marketing-Bullshit", den er zu ertragen habe, leid. So habe ein führender Kernel-Anbieter behauptet, die Echtzeit-Technologie größtenteils erarbeitet zu haben, was eindeutig nicht stimme. Außerdem sei er frei heraus gefragt worden, wann er seine Maintainer-Position aufgeben werde.

Ob das heiße, dass eine Firma nur darauf warte, die Position und damit die Kontrolle über den Code zu übernehmen, fragt sich Gleixner. Das werde aber definitiv nicht geschehen, versichert der Entwickler, der weiter Maintainer des Codes bleiben werde. Er werde lediglich weniger Zeit auf die Arbeit an dem Code aufwenden und sich damit der zu geringen Finanzierung anpassen.

Das Unternehmen benennt Gleixner nicht. Stattdessen dankt er den bisherigen Sponsoren wie etwa Red Hat und dem OSADL für das Testen des Codes. Noch ist nicht absehbar, ob sich die Finanzierung durch die deutlichen Schritte Gleixners grundlegend ändern wird.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de
  3. 555,55€ (zzgl. Versandkosten)

a user 09. Jul 2014

in wie fern kann linux an (kT) scheitern? wird (kT) kommen und den Linux-Quellcode...

a user 09. Jul 2014

entschuldige, aber das ist einfach nicht wahr. aber du darfst mal deine aussage...

Schattenwerk 09. Jul 2014

Da wo der Kunde König ist ;)


Folgen Sie uns
       


Atari Portfolio angesehen

Der Atari Portfolio war einer der ersten Palmtop-Computer der Welt - und ist auch 30 Jahre später noch ein interessanter Teil der Computergeschichte. Golem.de hat sich den Mini-PC im Retrotest angeschaut.

Atari Portfolio angesehen Video aufrufen
Macbook Pro 16 Zoll im Test: Ein Schritt zurück sind zwei Schritte nach vorn
Macbook Pro 16 Zoll im Test
Ein Schritt zurück sind zwei Schritte nach vorn

Keine Butterfly-Tastatur mehr, eine physische Escape-Taste, dünnere Displayränder: Es scheint, als habe Apple beim Macbook Pro 16 doch auf das Feedback der Nutzer gehört und ist einen Schritt zurückgegangen. Golem.de hat sich angeschaut, ob sich die Änderungen auch lohnen.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Audioprobleme Knackgeräusche beim neuen Macbook Pro 16 Zoll
  2. iFixit Kleber und Nieten im neuen Macbook Pro 16 Zoll
  3. Macbook Pro Apple gibt fehlerhafte Butterfly-Tastatur auf

Smarter Akku-Lautsprecher im Praxistest: Bose zeigt Sonos, wie es geht
Smarter Akku-Lautsprecher im Praxistest
Bose zeigt Sonos, wie es geht

Der Portable Home Speaker ist Boses erster smarter Lautsprecher mit Akkubetrieb. Aus dem kompakten Gehäuse wird ein toller Klang und eine lange Akkulaufzeit geholt. Er kann anders als der Sonos Move sinnvoll als smarter Lautsprecher verwendet werden. Ganz ohne Schwächen ist er aber nicht.
Ein Praxistest von Ingo Pakalski

  1. ANC-Kopfhörer Bose macht die Noise Cancelling Headphones 700 besser
  2. Anti-Schnarch-Kopfhörer Bose stellt Sleepbuds wegen Qualitätsmängeln ein
  3. Noise Cancelling Headphones 700 im Test Boses bester ANC-Kopfhörer sticht Sony vielfach aus

Mikrocontroller: Sensordaten mit Micro Python und ESP8266 auslesen
Mikrocontroller
Sensordaten mit Micro Python und ESP8266 auslesen

Python gilt als relativ einfach und ist die Sprache der Wahl in der Data Science und beim maschinellen Lernen. Aber die Sprache kann auch anders. Mithilfe von Micro Python können zum Beispiel Sensordaten ausgelesen werden. Ein kleines Elektronikprojekt ganz ohne Löten.
Eine Anleitung von Dirk Koller

  1. Programmiersprache Python verkürzt Release-Zyklus auf ein Jahr
  2. Programmiersprache Anfang 2020 ist endgültig Schluss für Python 2

    •  /