Kernel: Microsoft patcht Code-Execution-Lücke im Kernel
Microsoft hat am monatlichen Patchday zahlreiche kritische Schwachstellen(öffnet im neuen Fenster) in den unterstützen Windows-Versionen 7, 8.1 und 10 sowie den entsprechenden Serverpendants behoben. Da einige der Schwachstellen aus der Ferne ausgenutzt werden können und die Ausführung von Code oder eine Erweiterung der eigenen Rechte (elevation of privilege) ermöglichen, sollten die Patches schnell eingespielt werden.
Unter den Schwachstellen befindet sich eine Möglichkeit, die eigenen Berechtigungen im System zu erweitern – direkt im Windows-Kernel(öffnet im neuen Fenster) . Nach Angaben von Microsoft hat der Windows-Kernel Probleme beim Speichermanagement, mehr Details sind bislang nicht bekannt. Das Unternehmen stuft die Möglichkeit zur Ausnutzung der Lücke mit der CVE-2018-0842 aber als eher hoch ein.
Flash-Player-Update mit dabei
Microsoft liefert über das Windows-Update auch einen Patch für eine aktiv ausgenutzte Lücke in Flash mit aus, da das Plugin in den Edge-Browser integriert ist. Dort lässt es sich in den Einstellungen zwar deaktivieren, aber nicht komplett deinstallieren. Adobe hatte bereits separat einen Patch für die Lücke veröffentlicht (Version 28.0.0.161).
Eine Sicherheitslücke in dem Edge-Broser ermöglicht das unberechtigte Auslesen von Informationen (Information Disclosure) und sollte umgehend gepatcht werden. Unter der CVE-2018-0763 finden sich bislang allerdings keine weiteren Details zu der Lücke. Microsofts Mailclient Outlook hat eine als kritisch eingestufte Lücke, hier ist wie im Kernel das Speichermanagement betroffen. Gleich elf kritische Lücken finden sich in der Scripting Engine. Microsoft liefert außerdem einen neuen Patch für die Spectre-Sicherheitslücke , hier ist aber derzeit vor allem Intel gefragt, funktionierende Mitigationen für die Prozessoren bereitzustellen.
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