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Kernel: Linux 5.3 unterstützt Navi und weiterhin Disketten

Die Version 5.3 des Linux-Kernels ist erschienen. Diese unterstützt weiterhin alte Disketten und bringt wie immer viele Änderungen an Grafik- und Dateisystemen mit. Die Entwickler haben auch neue Systemaufrufe umgesetzt.

Artikel veröffentlicht am , Kristian Kißling/Linux Magazin/
Der Linux-Kernel 5.3 ist erschienen.
Der Linux-Kernel 5.3 ist erschienen. (Bild: Don Faulkner/Flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Entwickler Linus Torvalds hat den Linux-Kernel 5.3 veröffentlicht. In der Ankündigungs-E-Mail verweist Torvalds auf die Arbeitsmaxime der Kernel-Entwickler, nie Anwendungen im User-Space durch Neuerungen im Kernel zu beschädigen und auch keine sogenannten Regressions zuzulassen. Doch in der Entwicklung von Linux 5.3 ist genau dies vorgekommen, immerhin aber noch kurz vor der Veröffentlichung aufgefallen.

Inhalt:
  1. Kernel: Linux 5.3 unterstützt Navi und weiterhin Disketten
  2. Neue Systemaufrufe und neues fürs Dateisystem

Torvalds hat den betreffenden Patch zurückgenommen und schreibt selbst, dass die technischen Details dazu wenig relevant sind. Ihm sei wichtiger, darauf zu verweisen, was als Regression zähle, was recht einfach ist. Eine vorher laufende Anwendung läuft mit einer speziellen Änderung im Kernel eben nicht mehr so wie vorher. Das soll laut Torvalds eben nicht vorkommen. Die Kernel-Entwickler kümmern sich nun also um das Beheben des zugrundeliegenden Fehlers, bis die Neuerung wieder in den Linux-Kernel eingepflegt werden kann.

Grafikstack unterstützt AMDs Navi

Für den GPU-Bereich hob der dafür zuständige Maintainer David Airlie die Unterstützung für die Navi-GPUs von AMD als größte Neuerung hervor. Dabei handelt es sich um die unter dem Namen RX 5700 (XT) von AMD vermarkteten Grafikkarten. Die Patches sind wie bei AMD inzwischen üblich enorm groß, da diese viele und große Headerdateien für den Kernel mitbringen.

Die Patches selbst liefern grundlegende Arbeit für die neue Architektur und für die eigentliche Grafikeinheit (GFX10). Ebenso enthalten ist der Support für die neue Displayeinheit (DCN2), die mit HDMI 2.0b und Displayport 1.4 auch HDR unterstützt, sowie DSC 1.2. Mit Letzterem lassen sich die Videosignale selbst komprimieren, etwa durch eine Farbunterabtastung, so dass noch größere Auflösungen und Bildwiederholraten möglich werden.

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Mit den AMD-Patches einher geht nun auch die Unterstützung für HDR-Metadaten im AMDGPU-Treiber. Die Kernkomponenten aller GPU-Treiber in Linux können nun außerdem auf die Unterstützung für HDR Infoframes und ein korrektes EDID-Parsing zurückgreifen. Die Entwickler des Intel-Treibers i915 sind inzwischen so weit, HDR komplett im Kernel unterstützten zu können. Neu hinzugekommen ist auch der Treiber für die GPU Adreno 540 von Qualcomm, die im SoC Snapdragon 835 verbaut ist.

Eine etwas kuriose Änderung an Linux 5.3 bezieht sich auf den originalen Diskettentreiber. So übernimmt der Entwickler Denis Efremov fortan Wartung und Pflege dieses Treibers. Linus Torvalds hatte zuvor vage, aber öffentlich darüber nachgedacht, den Code offiziell in Rente zu schicken und ihn als verwaist zu markieren. Grund war, dass das Diskettenlaufwerk des bisherigen Maintainers, Jiri Kosina, schlicht kaputtgegangen ist.

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Neue Systemaufrufe und neues fürs Dateisystem 
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Bosancero 16. Sep 2019

Meine Vega Karten bzw. die Lüfter laufen viel zu schnell (1250 RPM bei unter 37°) Jemand...

tsx-11 16. Sep 2019

Das gilt beim Linux Kernel nur für User Space Sachen. Bei 3rd Party Kernel Sachen wird...

1st1 16. Sep 2019

Also, wenn einem Linux-Kernel-Entwickler mal ein Diskettenlaufwerk fehlen sollte, um den...


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